Cap Gemini IT-Trends 2012: Business-IT benötigt Social Media

Allgemein

Die Wirtschaftsberatung weist darauf hin, dass IT- und Fachabteilungen künftig besser vernetzt werden müssten. Dieses »IT-Alignment« sichere die Zukunft – die Einbindung von Web2-Funktionalitäten in den Geschäftbetrieb gewinne dabei massiv an Bedeutung.

Das Verbinden von IT und Fachabteilungen sei für Unternehmen dieses Jahr der wichtigste Faktor für die Zukunftssicherung, ergab Capgeminis IT-Trend-Studie für 2012 (hier als PDF). Platz zwei der Themen nehme die Integration von Standard- und Individualsoftware ein, gefolgt von Datenqualitätsmanagement, Enterprise Content und »Master Data Management« (also eine zentrale Stammdatenverwaltung statt die Vorhaltung in verschiedenen abteilungsspezifischen Datensilos).

Die befragten  IT-Verantwortlichen von 156 Großunternehmen im deutschsprachigen Raum würden dem Bereich Social Media, der bislang vor allem in Fachabteilungen und Marketing genutzt worden war, diesmal stärkere Bedeutung zuweisen. Voriges Jahr rangierten die sozialen Medien mehr im unteren Drittel der wichtigsten operativen IT-Projekte, jetzt seien sie ins Mittelfeld aufgerückt. Inzwischen setzten 43 Prozent der CIOs auf Social-Media-Integration, knapp 32 Prozent auf die Analyse sozialer Medien.

Zu den Trends gehörten vermehrt Private Cloud Services , denn inzwischen kämen um die 25 Prozent der IT-Services aus der »Wolke«. Die meisten Unternehmen hätten dabei aus Sicherheitsgründen eigene Couds aufgebaut statt auf Dritte zu setzen – die Nutzung finde vor allem im Infrastrukturbereich (etwa bei der Virtualisierung von PCs) statt.

Als Ausblick für die IT in zehn Jahren sähen 38 Prozent der Befragten den Bezug des »überwiegenden Teils der IT-Services aus der Cloud oder von externen Dienstleistern«. Die unternehmensinterne IT würde auf ein Minimum reduziert und sei »in erster Linie für die Integration und das Anforderungsmanagement« zuständig.

Viele IT’ler glauben jedoch, dass sich künftig im eigenen Unternehmen die Technik und die Betreuung von Geschäftsprozessen in zwei verschiedene Arten der IT-Abteilung trennen würden – das wäre ein eindeutiges Aus für den klassischen CIO, der beide Bereiche verbindet.

 

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