Avid setzt seine Videoproduktions-Tools auf Tablets um

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Bisher nur im Profi-Medienproduktionsmarkt aktiv und mit PC-Software nach dem Kauf von Pinnacle bereits eine ernsthafte Konkurrenz zu Adobe geworden, ist Avid nun dabei, den Tablet-Markt zu erobern und Apples »Final Cut Pro« vom Markt zu fegen.

Während der Anbieter Avid in den 90er-Jahren selbst noch ausgefeilte vorkonfigurierte Sun-Workstations für den professionellen Videoschnitt angeboten hatte, ist er im Laufe seines 22jährigen Bestehens immer mehr auf spezialisierte Märkte wie Soundsysteme für Konzerte und dergleichen umgestiegen. Doch seine Wurzeln lässt Avid nicht los und bringt seine Video-Bearbeitungs-Expertise nun auch in den »ProSumer«-Markt. Der professionelle Tablet-Nutzer könne in Zukunft auch mit dem Profi-Videobearbeitungs-Tool des Marktpioniers arbeiten.

Als App für das iPad bringt der Branchenveteran nun heute sein »Avid Studio for iPad« auf den Markt, kündigt AllThingsDigital den neuen Ableger des Desktop-Videoproduktes Avid Studio an.

Die knapp fünf Dollars, die das Programm kostet, kommen bei weitem nicht mehr an das Kosten-Niveau heran, das Avid in früheren Zeiten für seine Workstations verlangte und ist nur ein Bruchteil dessen, was vergleichbare Videoprodukte von Avid und anderen für Desktops kosten (rund 100 bis 130 US-Dollars). Allerdings sind nach 30 Tagen noch weitere zwei Dollars für die App fällig.

Avid-Vice President Tangyu Laborne erklärte den Autoren von AllThinsgD, Tablets seien »mehr als nur Konsumenten-Geräte« – mehr und mehr Leute würden auf ihnen auch produzieren.  Zwar würden für die Profi-Videoproduktions-Tools auf dem Desktop viel mehr Hardwarekomponenten benötigt, doch die ipad-App sei eine Lösung, die die Mitte zwischen den hochperformanten Desktop-Lösungen und den kleinen, oft schlecht bedienbaren, Smartphones finde, urteilt AllThingsD.

Die App kann, ungleich den Desktop-Lösungen, keine Flash-Videos speichern oder DVDs brennen, und auch die Produktionsmittel für das Erstellen von DVD- oder Blu-ray-Menüs fehlen. Und so erklärt sich auch der günstige Preis der App: Avid möchte die iPad-App als komplementäre Lösung zur etwas teureren Desktop-Variante verkaufen.

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