Stellenabbau und kein Ende: IBM will Festangestellte loswerden

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Das Handelsblatt streut Gerüchte, »Big Blue« wolle tausende Arbeitnehmer zu billigeren Auftragnehmern machen.

Nur noch freie Mitarbeiter statt Angestellte? IBM Deutschland wolle völlig neu durchstarten und bis zu 8000 Arbeitsplätze abbauen, meldet das Handelsblatt.

Dabei gehörte IBM Deutschland offiziell zu den Umsatzgewinnern innerhalb des Konzerns. Intern jedoch habe IBM hierzulande seine Ziele verfehlt und habe eine viel zu große starre Landesgesellschaft. Deshalb arbeite die deutsche Niederlassung heftig an einer neuen Struktur und durchforste seit einiger Zeit schon seine Abteilungen auf deren Effizienz, erklärt das Handelsblatt.

IBM-Chefin Virginia Rometty hatte vor wenigen Tagen erst einen Gewinnanstieg des weltweiten Konzerns auf 5,6 Prozent gemeldet– gestern erklärte der Konzern sogar, eine Dividende an seine Aktionäre auszuschütten. Rometty hatte für 2012 allerdings eine Gewinnsteigerung auf zehn Prozent angekündigt.

Trotz des finanziellen Höhenflugs würden bei IBM Deutschland nun »höchste Führungsgremien« einen »regelrechten Kahlschlag« erwarten, schreibt das Wirtschaftsblatt, ohne Namen zu nennen. Die Presseabteilung verweigere jeden Kommentar zu den »Gerüchten«.

IBM hatte jedoch vor einiger Zeit das Projekt »Liquid« angekündigt, das starre Arbeitsorganisationen in flexiblere Organisationen verwandeln soll. Dem Handelsblatt zufolge meint IBM damit eine zunehmende Auslagerung von Kundenprojekten auf freie statt festangestellte Mitarbeiter. Mit den jetzigen Strukturen seien sonst die hoch gesteckten Ziele nicht erreichbar.

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