Toshiba kürzt Gewinn-Vorhersagen um 54 Prozent

FinanzmarktUnternehmen

Nicht mangelnde Notebook-Nachfrage sondern Exportprobleme bei Flash-Speichern und bei Fernsehern durch den stärkeren japanischen Yen sowie stagnierende Märkte in den USA und Europa seien Grund für den gesenkten Ausblick des Unternehmens.

Toshiba melde für das am 31. März endende Geschäftsjahr weitaus weniger rosige Aussichten als ursprünglich geplant, berichtet Börsendienst Bloomberg über die dunklen Wolken in Toshibas Gewinnvorhersagen.

Eine Mitschuld trage auch die Flut in Thailand, wo viele Fabriken des japanischen Herstellers angesiedelt sind – der Produktions-Stopp von 10 Toshiba-Fertigungsstätten mache 40 Milliarden Yen Unterschied, erklärte Toshiba-Manager Makoto Kubo. Auch der inzwischen wieder stärkere Yen trage seinen Teil zur erwarteten Misere bei: Exporte nach Europa und den USA werden teurer.

Das Netto-Einkommen des Geschäftsjahres würde wahrscheinlich nur 65 Milliarden Yen (647 Millionen Euro) betragen, orakelt Toshiba – im ursprünglichen Forecast hatte das Notebook- und Chip-Unternehmen noch 140 Milliarden Yen erwartet. Im Durchschnitt der vergangenen Jahre waren es immerhin noch 119 Milliarden Yen.

Bloomberg zitiert den japanischen Investment-Manager Mitsushige Akino mit den Worten, das Dilemma könne noch eine Weile anhalten – es werde vielleicht bis Juli dauern, bis sich der Flash-Speichermarkt wieder erhole und bis die US-Wirtschaft wieder brumme.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen