Nokia Siemens beginnt mit der Streichung tausender Jobs

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Die Meldungen von Wall Street Journal und Handelsblatt unterscheiden sich bei der Mengenangabe der Streichungen um ganze 1200 Stellen – doch so oder so müssen Tausende das misslungene Joint Venture verlassen.

Das Handelsblatt meldet, in Deutschland müssten 2900 Angestellte Nokia Siemens verlassen – das betreffe jeden dritten Arbeitsplatz in Deutschland. Das Wall Street Journal nennt etwas dramatischer die gesamteuropäische Aussicht – mit 1200 wegfallenden Jobs in Finnland mache es zusammen sogar 4100 gekürzte Stellen.

Der Netzwerkausstatter ist der größte Verlustbringer sowohl für Nokia als auch Siemens – für eine drastische Kürzungsaktion hatte sich das Unternehmen einen hohen Kredit aufgebürdet, um sich die nötigen Abfindungen leisten zu können. Der schon im November 2011 geplante Schnitt um insgesamt 17.000 Stellen beginnt nun also mit der aggressivsten Phase.

In Deutschland werde man sich auf Berlin, Bonn, Bruchsal, Düsseldorf und Ulm konzentrieren und alle anderen Stellen kürzen, erklärte die Geschäftsführung gegenüber Dow Jones Newswire. Auch die noch recht große Verwaltung in München müsse komplett dichtmachen. Dort ist auch der Betrieb der Unternehmens-Website angesiedelt, auf der am Abend der heutigen Bekanntgabe natürlich nichts mehr passierte.

Die Gespräche zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern sollen am 2. Februar beginnen, der Abbau zum Ende des Jahres abgeschlossen sein.

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