Die CeBIT-Pläne der IT-Riesen

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Deutlich mehr als 4200 Aussteller werden im März auf der CeBIT erwartet. Die größte Ausstellungsfläche werden Unternehmen wie HP, Dell, Telekom oder Fujitsu belegen. ITespresso zeigt, was die Branchenriesen vorhaben.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Große Unternehmen wie Telekom, IBM, Dell, HP oder Microsoft investieren monatelange Arbeit und geben hunderttausende Euro aus, um ihre Produkte und Dienstleistungen auf der größten IT-Messe der Welt bestmöglich in Szene setzen zu können.

Was haben die Großen 2012 vor? Welche Highlights werden sie bieten? ITespresso hat sich die Ankündigungen einiger großer Hersteller angesehen. Große Überraschungen sind nicht dabei. Und am Cloud Computing kommt keiner mehr vorbei. Doch die Hersteller versuchen trotzdem beim Megathema Cloud jeweils einen eigenen Akzent zu setzen.

Fujitsu: Cloud Computing und Business Solutions Store

Fujitsu wird auch diese CeBIT wieder nutzen, um sich als Cloud Computing-Anbieter in Stellung zu bringen. Dazu gehören beispielsweise Rechenzentrumslösungen. Ein weiteres Highlight der Präsentation wird der Business Solutions Store sein. Dieser Online-Marktplatz für Business Apps wird voraussichtlich im Frühjahr an den Start gehen.

Auf einer Preview-Veranstaltung in München erklärte Fujitsu-Manager Marcel Schneider (Senior Vice President), die möglichen Vorteile des geplanten Business-Store. So sollen die Software-Entwickler, die ihre Apps einstellen, erst dann Gebühren an Fujitsu zahlen, wenn sie tatsächlich etwas verkaufen. Wer noch keine Kunden hat, hat auch keine Kosten.

Fujitsu-Manager Marcel Schneider, Senior Vice President Fujitsu stellt das neue Fujitsu-Tablet Stylistic M532 vor. Solche Geräte werden nach Ansicht von Schneider in Zukunft verstärkt in Unternehmen Einzug halten.

 

Auf der Preview-Veranstaltung stellte Fujitsu auch den Thin Client Futro A300 vor. Das Modell dient als Frontend für virtuelle Desktops und soll auf diese Weise Unternehmen, den »schnellen und kostengünstigen Einstieg ins Server Based Computing« ermöglichen. Laut Fujitsu spart der Einsatz des Thin Clients im Vergleich mit herkömmlichen Desktop-PCs bis zu 80 Prozent der Betriebskosten.

Fujitsus Thin Client Futro A300 ist als Frontend für virtuelle Desktops konzipiert und erleichtert die Administration. (Foto: Fujitsu)

 

Telekom: Cloud für Privatkunden, Mittelstand und Konzerne

Vom Endanwender über das mittelständische Unternehmen bis hin zum globalen Konzern, die Telekom will alle ihre Kunden in die Cloud verfrachten. Das entsprechende Produktportfolio wird der Konzern auf der CeBIT in Halle 4 (Stand D26) präsentieren.

Dabei versucht die Telekom ihren Kunden eine Art Komplettangebot zu machen, von der Bereitstellung der Plattform und der Infrastruktur über die virtuellen Desktops, die aus der Cloud bedient werden und die Business-Anwendungen bis hin zu Kommunikation und Kollaboration und schließlich der Sicherheit. Alle diese Service-Bereiche will die Telekom abdecken.

Dell zeigt Storage-Konzepte

Auch Dell kommt auf der CeBIT am Cloud Computing nicht vorbei. Gezeigt werden sollen beispielsweise Virtualisierungslösungen für Rechenzentren, die laut Dell das »Herzstück« des Cloud Computing darstellen. Daneben gibt es Dienste aus den Bereichen System-Management und Virtualisierung.

Ein besonderer Schwerpunkt gilt auch dem Thema Storage. Dell hat in den letzten Jahren einige Unternehmen aus dem Storage-Bereich übernommen, beispielsweise im Jahr 2010 Ocarina Networks, das sich auf Deduplizierungstechnik spezialisiert hatte.

Außerdem zeigt Dell die Appliance DR4000. Diese verbindet festplattenbasiertes Backup mit der Deduplizierungs- und Komprimierungstechnik von Ocarina.

Dell-Manager Gescard Venn (Enterprise Brand Manager) hält mangelndes Vertrauen in die Datensicherheit für die »größte Hemmschwelle für die Nutzung der Datenwolke«. Deshalb würden Unternehmen »meist nur Sekundärdaten bzw. Daten-Backups in die Cloud« auslagern. (Foto: Dell))

Zudem wird der texanische Hersteller Speicherlösungen wie Compellent Storage Center, Version 6.0 vorstellen. Die Technik bietet automatisierte Funktionen um Daten beim Speichern auf verschiedenen Speicherstufen zu verteilen, unterteilt in Primär-, Backup- und Archivdaten. Das soll insgesamt die Administration vereinfachen.

Auch für einige Hingucker wollen die Texaner sorgen. So zeigt der Hardware-Hersteller ein neues Business-Tablet, ein Ultrabook und schnelle Notebooks. Das Ultrabook XPS 13 beispielsweise ist nur zwischen sechs bis höchstens acht Millimeter hoch, arbeitet mit Intels Core i5- oder i7-Prozessor und wiegt mit 1,36 Kilogramm auch relativ wenig.

Fazit: Selbst im Cloud-Zeitalter trauen sich die Hersteller nicht ohne schicke Hardware auf die CeBIT.