Früherer Palm-Chef Jon Rubinstein verlässt HP

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Kein gutes Indiz für die Zukunft des Palm-Betriebssystems WebOS, da der Ziehvater des Projekt, der ehemalige Palm-CEO und frühere Apple-Vizepräsident, plötzlich dem Konzern Hewlett-Packard den Rücken kehrt.

Jon Rubinstein bekleidete die Position eines Senior Vizepräsidenten bei HP. Sein Ausstieg kam weniger als zwei Jahre nach der Palm-Übernahme, für die HP immerhin 1,2 Milliarden Dollar ausgegeben hatte (wir berichteten). Branchenanalysten hatten vermutet, dass es HP in erster Linie um die Führungsriege von Palm, allen voran Rubenstein, gegangen war – und erst in zweiter Reihe um die Hardware und das mobile Betriebssystem WebOS.

Gartner-Marktbeobachterin Carolina Milanesi meinte, der Ausstieg von Rubenstein käme nicht unerwartet, so wie HP mit der mobilen Sparte umgegangen sei. »Wofür er zum Konzern gekommen war, hat sich nicht materialisiert. Daher passte er nicht mehr hinein«, kommentierte Milanesi. Die Richtung, die unter Kurzzeit-CEO Leo Apotheker eingeschlagen wurde, hat seine Nachfolgerin Meg Whitman weitergeführt: Keine mobile Hardware mehr unterhalb der Notebooks und die Freigabe von WebOS in die Weiten der Open-Source-Gemeinde.

»Andere HP-Manager haben in Rubenstein eine unangenehme Konkurrenz wahrgenommen, denn er ist die einzige Persönlichkeit, die dem Profil von Steve Jobs nahe kommt – und hätte ein logischer Thronfolger sein können«, merkt Branchenkenner Rob Enderle von der Enderle Group an.

 

 

(Bildquelle: GlobalX , FlickR< – Creative Commons)