Japan verlangt Security-Teams von Ministerien

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Die Industrie und die Politik reagierten viel zu langsam und träge bei Sicherheitsvorfällen, erklärte Nippons Kabinetts-Sekretär Osamu Fujimura auf einem Security-Meeting am Dienstag.

Im Land der aufgehenden Sonne sind in letzter Zeit des Öfteren Regierungsstellen und Rüstungskonzerne wie Mitsubishi Heavy Industries Opfer von Cyber-Attacken geworden. Den Meldungen folgten offenbar zu wenige Taten, um die Sicherheit zu gewährleisten – der japanische Staat will nun durchgreifen und die öffentlichen Stellen dazu zwingen »Computer Security Incident Response Teams« (CSIRTs) zu bilden. Dies berichtet die japanische Zeitung Yomiuri Shimbun.

Schon im November erließ die Regierung neue Regeln für seine Geschäftspartner, um sie zum verantwortungsvollen Umgang mit Cyber-Gefahren zu zwingen.

Nun müssen alle Ministerien einen Sicherheitschef bestellen, der jeweils ein Team von Experten um sich schart. Der Oberhirte über alle Sicherheitsbeauftragten soll Suichi Sakarai werden, der bereits Kopf des »Cabinet Secretariat’s National Information Security Center« ist. Wann immer ein Vorfall auftauche, solle er als Koordinator der CIRTs die Fäden in der Hand halten und die Fälle melden. Mitsubishi Heavy Industries hätte bei der nötigen Informationsweitergabe an das Verteidigungsministerium im vergangenen Jahr vollkommen versagt.

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