Amazon erweitert EC2-Service um »Storage Gateway«

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Der neue Dienst soll Cloud Backup und Desaster-Recovery für das gesamte Firmennetz über die Auslagerung auf die Cloud ermöglichen. Dazu nutzt der Dienst die S3-Speicherservices von Amazon, die alle Daten automatisch verschlüsseln.

In einer aktuellen Ankündigung stellt Amazon in Aussicht, Daten großer Unternehmen besser und kosteneffektiver in die Cloud (und zurück) zu transferieren.

Nachdem der soziale Speicherservice Katango von Google übernommen wurde und Unternehmens-Storage-Anbieter Nirvanix von IBM und alle, auch Mitbewerber Twinstrata, auf Speicher-Gateways setzen, scheint Amazon  um seine Pfründe im Online-Speichermarkt zu fürchten.

Wie die Konkurrenzprodukte setzen die Amazon Web Services neuerdings auch auf ein Speichergateway,  um die Großkunden zu erreichen. Viele tun dies über Appliances oder Server-Software. Amazon nutzt eine virtuelle Appliance, die nur unter VMware ESXi 4.1 funktioniert und vier der VM zugewiesenen virtuellen Prozessoren benötigt. 7,5 GByte RAM für die virtuelle Appliance und 75 GByte Speicherplatz für Installation und Systemdaten sind nötig.

Das Speichergateway nutze automatisch die Rechenpower der EC2-Dienste von Amazon – wenn nötig, bucht es sich selbst Ressourcen dazu.

Der Dienst kostet 125 US-Dollars im Monat – pro installiertem Gateway, denn es können auch mehrere gleichzeitig verwendet werden, um regelmäßig verschiedene Abteilungen abzusichern. Speicher-Snapshots lassen sich für 14 Cent pro Gigabyte pro Monat anfertigen.

Amazon offeriert einen kostenfreien 60-Tage-Test. Dass Amazon den Dienst bald weltweit anbietet, zeigen auch die YouTube-Aktivitäten des Anbieters: Das Werbevideo für das Speichergateway ist interessanterweise in japanischer Sprache gehalten.

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