Internet Engineering Task Force will Google-Vorschlag SPDY zum Motor von HTTP 2.0 machen

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Die IETF-Arbeitsgruppe HTTPbis hatte bislang nicht vor, das » Hypertext Transfer Protocol« zu verändern.  Googles Vorschlag zur Alternative SPDY und dessen Einbau in Chrome und anderen Browsern hat dies geändert. SPDY soll Herz eines Protokolls »HTTP 2.0« werden – in das  auch Änderungen am Netzwerkprotokoll TCP einfließen sollen.

Die HTTP Working Group innerhalb der Internet Engineering Task Force hat sich nun entschieden, die Nachfolgetechnik des 1991 von Tim Berbers-Lee erfundenen Hpertext Transfer Protocols anzugehen. Das Ziel, das Internet schneller zu machen, hatte bereits Google mit seinem eigenen Protokoll SPDY im Jahr 2009 gestartet.

Weil die Nachfrage nach einer Beschleunigung des Web-Transfers hoch ist und auch Facebooks neuer Mobilchef Mike Shaver sich zu Nachfragen über eine SPDY-Einbindung in die Facebook-App äußern muss, (nachdem er zuvor als Firefox-Projektmanager das Protokoll in den OpenSource-Browser einbauen ließ), lässt nun auch HHTPbis-Organisierer Mike Nottingham  keinen Zweifel mehr daran: SPDY soll das Zentrum eines neuen HTTP-Protokolls werden.

Zunächst sah Google den eigenen Standard nur als Erweiterung – dem neuen Diskussionsstrang der IETF-Macher zufolge aber wird SPDY das alte HTTP vollkommen ersetzen. Bis dies ratifiziert ist und neue Änderungen (wie der Umbau des Datenprotokolls TCP) einfließen, wird noch eine Weile vergehen. Den Startschuss hat Nottingham nun gegeben – und die Mitglieder darum gebeten, Änderungswünsche und neue Ideen einzubringen. Dies solle aber erst einmal persönlichund nicht offen nach außen kommuniziert werden.

Auf dem nächsten großen Treffen der Organisation will er schließlich die offiziellen Pläne dazu bekanntgeben.

(Bildquelle: Guy Erwood – Fotolia.com)

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