Google strickt Datenschutzrichtlinien aller Services in eine einzige zusammen

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70 verschiedene Vereinbarungen für die Einhaltung von Datenschutz bei zahlreichen Google-Diensten hatten die Nutzer bislang als genehmigt anzuklicken. Durch Zusammenführung aller Profildaten in ein einziges Profil will der Suchmaschinengigant seine Suchen maßschneidern zugleich sein juristisches Dickicht enthölzen.

Schon 2010 habe Google damit begonnen, seine Datenbanken, juristisch wirksamen Dokumente und Produkte auf ein verträgliches Maß herunterzuschneiden, versichert Alma Whitten, Director of Privacy, Product and Engineering bei Google in ihrem aktuellen Blogbeitrag.

Nun aber folgt der nächste Evolutions-Schritt: Es gibt nur noch ein Profil pro User und nur noch eine (neue) Datenschutzrichtlinie.

Die Änderungen seien  ab März 2012 gültig. Eingetragene Anwender würden noch heute per E-Mail benachrichtigt werden und für alle anderen stehe ein Hinweis auf der Google-Homepage. De erst vor kurzem gestartete sozial Suchfunktion »Search your world« sei nur der Beweis, dass die persönlichen Präferenzen durch Einbindung des privaten Profils besser bei der Suche berücksichtigt würden. Diese Kombination von Daten wolle man in Zukunft für weitere Zwecke nutzen, um zu wissen, was ein Anwender mit seinem Suchbegriff wirklich meine.

Den Gegenwind, den andere soziale Netzwerke der persönlichen Google-Suche entgegensetzen, bläst Google nun mehrfach zurück, indem alle persönlichen Daten nur noch in ein einziges Profil integriert werden. So kann der Suchkrösus seine Daten besser an die Werbe-Industrie verargumentieren – und der Nutzer erhält einen »persönlichen Assistenten«, der helfen soll, die tatsächlich gesuchten Daten zu finden.

In einem Werbevideo für die Umstellungen will Google zeigen, dass man nur Gutes im Sinne habe:

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