Sendeschluss: Hitachi will keine TV-Geräte mehr produzieren

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In Japan will der Technikkonzern ab sofort weder Plasma- noch Flüssigkristall-Fernsehapparate mehr bauen.

Im Heimatmarkt wurden die Geräte unter der Marke Wooo verkauft. Inwieweit der Produktionsstop in den japanischen Fabriken in Gifu auch die Marke Panasonic betreffen wird, ging aus der Mitteilung nicht hervor. Die TV-Kapazität war ohnehin schon zurückgefahren worden und bewegte sich zuletzt noch auf dem Niveau von etwa 100.000 Einheiten pro Monat.

Die Fabrik wird übrigens nicht abgerissen oder total geschlossen, sondern umgerüstet: Hier sollen künftig Projektoren und Chips vom Band rollen. Der Konzern betonte, mit seiner Entscheidung nicht komplett den TV-Markt verlassen zu wollen, sondern nur noch die Geräte von Drittherstellern unter eignen Labeln zu vertreiben.
Damit haben die erfolgreichen koreanischen Konkurrenten (im wesentlichen LG und Samsung) wieder einen Teilsieg eingefahren. Bei den normalen Display-Panels hatte sich Hitachi schon im November mit Sony und Toshiba geeinigt, diese künftig nur noch gemeinsam zu produzieren (wir berichteten).

Die ganze TV-Branche ist in Bewegung: 3D hat nicht zu den erwarteten Milliardengewinnen geführt und rückte wieder etwas in den Hintergrund. Auch die Idee des Smart-TV hat noch nicht die Massen bewegt. Einzig LED und OLED sind ein hoffnungsvoller Trend im Markt der Großbildschirme, berichtet Techradar.