Google schließt weitere Dienste

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Die Aufräumaktion im Hause des Webkonzerns geht weiter. Aktuell stehen Picnik, Message Continuity, Needlebase und weitere Services auf der Abschussliste.

Um Ressourcen, Arbeitskräfte und Investitionssummen für das wichtige soziale Netzwerk Google+ frei zu schaufeln, durchforstet der Konzern seit Monaten sein Reich auf der Suche nach Entwicklungssackgassen und beendigungswürdigen Projekten wie Buzz (wir berichteten). Zum Wochenende hin gab Google ein Update zu den aktuellen Aufräumarbeiten.

Demnach wird als erstes die in Seattle beheimatete Softwareschmiede Picnik aufgelöst. Man hatte den Spezialisten für Bildbearbeitung 2010 eingekauft und wird die Mannschaft nun dem eigenen Picasa-Team zuführen. »Der Picnik-Dienst wird am 19. April eingestellt«, bestätigt Produktmanager Dave Girouard im Firmenblog.

Der Service »Google Message Continuity« (GMC) erfährt trotz seines Namens keine Fortsetzung. Er war gestartet worden, um Firmen zu helfen, ihre MS-Exchange-E-Mails zu sichern. Hunderte von Unternehmen nutzen das zwar, doch das sei im Vergleich zur Userschaft von Google Apps zu vernachlässigen. Girouard: »Wir müssen in die Zukunft schauen. Daher haben wir uns entschlossen, unsere Bemühungen auf die Apps zu konzentrieren und den Support für GMC zu beenden.«

Die Daten-Management-Plattform Needlebase wird zum 1. Juni geschlossen. Die kaum genutzte Social Graph API beendet ihr Dasein zum 20. April. Die Client-hosted-Variante von Urchin, einem Online-Analyse-Werkzeug, wird nicht fortgeführt. Statt dessen liegt künftig der Fokus klar auf dem Online-Angebot von Google Analytics.

Schließlich will der Konzern im Falle der Android-App Sky Map komplett auf Open Source umstellen. Das Programm nutzt GPS-Daten, um die aktuelle Konstellation am Nachthimmel darzustellen. Um nicht selbst für die Weiterentwicklung der Software sorgen zu müssen, schloss Google eine Partnerschaft mit der Carnegie Mellon University. Deren Studenten sollen sich um das SkyMap-Projekt kümmern.