NetCologne dreht den Spieß um: Telekom mietet Leitungen des lokalen Anbieters

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Erstmals mietet die Telekom die Glasfaserleitungen eines Wettbewerbers für die »letzte Meile«.

Als »Startschuss für Entkoppelung der Netze in Deutschland« feiert NetCologne seine Partnerschaft mit der Deutschen Telekom.

Für den Zugang zu ihren Endkunden mietet die Telekom nun die Glasfaserleitungen des Kölner Regionalbetreibers an. Das Abkommen sieht einen Austausch beider Anbieter vor. So kann auch NetCologne VDSL-Leitungen der Telekom für schnelle Internet-Anbindungen nutzen und umgekehrt. Für Beratungsunternehmen Steria Mummert Consulting bedeutet dies »einen wichtigen Impuls für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle«.

Durch die Vereinbarung kämen die beiden Telekommunikationsunternehmen dem Druck aus Brüssel zum Netzausbau nach, beschreibt Steria Mummert die Intention dahinter – doch statt weiteren Ausbau zu finanzieren, handelten die Partner eine kostensparende Allianz aus.

Die Partner sind die ersten, die die mit der Bundesnetzagentur auf dem NGA (»Next Generation Access Forum«) ausgehandelte Standardisierung von Prozessen und IT-Schnittstellen umsetzen.

Die daraus resultierende Trennung von Netzen und Anbietern schaffe Chancen für völlig neue Geschäftsfelder, freut sich Steria Mummert Consulting , und bietet im slben Atemzug die passende Lektüre an: den »Branchenkompass 2011 Telekommunikation«, der bereits im März auf den Markt kam und die jetzigen Entwicklungen prophezeite.

Nach dem damaligen Branchenkompass planten 86 Prozent der Firmen bis 2013 den Auf- und Ausbau neuer Geschäftsfelder. Im Jahr zuvor war dagegen »die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Partnern« noch gering: Nur neun Prozent hätten sich 2010 zustimmend geäußert.

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