IDC: Der europäische PC-Markt beginnt zu stottern

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Trotz starker Finanz-Performance in Zentral- und Osteuropa sei die Menge der ausgelieferten PCs im EMEA-Raum im vierten Quartal 2011 um 6,5 Prozent gesunken, erklären die Marktforscher die aktuellen Zahlen.

In der gesamten EMEA-Region (Europe, Meile East and Africa)  seien im vergangenen Jahr insgesamt 103 Millionen PCs abgesetzt worden – das seien 6,5 Prozent weniger als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Die Schwäche ziehe sich über Business- wie Consumer-PCs hinweg, heißt es in IDCs Präsentation der aktuellen Europa-Zahlen.

Dies sei das fünfte Quartal in Folge, das einen solchen Rückgang erlebe. Besonders die kleinen Unternehmen seien von der Nachfrageschwäche von Geschäfts- wie Privatkundengeschäft betroffen – insbesondere, weil keine Kredite für Investitionen verfügbar seien. Nur die großen Unternehmen würden besser fahren und hätten durch Hardware-Erneuerungen den Umsatz im Geschäftsbereich halbwegs gerettet.

Der Markt für klassische PCs und Notebooks habe unter den Tablets gelitten, die »Mini-Notebooks« (also Netbooks) hätten einen drastischen Rückschlag von 48,8 Prozent einstecken müssen. Allerdings habe die CEMA-Region (wie EMEA ohne Osteuropa) ein gesundes Finanzwachstum von 1,3 Prozent erlebt – besser als erwartet. Ost- und Westeuropa zusammen seien sogar auf einen Umsatzschub von 7,4 Prozent im Vergleich zum selben Vorjahreszeitraum gekommen.

HP bleibt weiterhin Marktführer, Acer nimmt den trotz fortlaufenden Marktverlusten den zweiten Platz ein, Dell hat sich den dritten Platz zurückerobert, Asus bleibt trotz zweistelligen Wachstums auf Nummer Vier. Auf Nummer fünf liegt nun Lenovo, im Konsumentenmarkt gestärkt durch den Zukauf von Medion und im professionellen Bereich weiterhin stabil. Danach folgen Toshiba, Apple und Fujitsu.

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