Sony Ericsson vernichtet zum Abschluss 318 Millionen Dollar

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Das Jahresendquartal 2011, bei dem der Name Ericsson zum letzten Mal in der Bilanz des Smartphone-Herstellers auftaucht, endete mit einem dicken Minus. Umgerechnet 207 Millionen Euro Verlust schlagen zu Buche.

Heftiger Konkurrenzkampf, Preisverfall bei vielen Handy-Modellen und die Flut in Thailand werden als Gründe für die Roten Zahlen angegeben. »Unser viertes Quartal reflektiert die ungünstigen makroökonomischen Umstände. Wir bringen unser Geschäft gerade auf Vordermann, um die Profitabilität für 2012 wieder herzustellen und zugleich die Kundenwünsche besser zu erfüllen«, führt CEO Bert Nordberg aus. Er spielt damit natürlich auch auf den Abschied von Ericsson an. Der langjährige Telekom-Partner wird gerade von Sony ausbezahlt, damit die Japaner künftig bei dem einstigen Joint Ventures das alleinige Sagen haben (wir berichteten).

»Im Angesicht der Herausforderungen haben wir unsere Aufmerksamkeit von den featurereichen Handys hin zu den Smartphones verlegt. Vor allem die Modelle mit Android entwickeln sich erfreulich und konnten im vorigen Quartal um 65 Prozent zulegen«, erläutert Nordberg weiter. Der Eckpfeiler des Sortiments werde weiterhin die Xperia-Familie bilden.

Eine gezielte Indiskretion in Indien bestätigt seine Worte auf eindrucksvolle Weise: Dort tauchte gerade eine Kopie der Smartphone-Roadmap von Sony auf. Demnach rollt eine beeindruckende Vielzahl von Sony-Modellen auf den Markt zu, meistens mit aktuellen Android-Versionen bestückt. Zudem sollen noch in diesem Quartal die aktuellen Xperia-Vertreter Arc S, Neo und Play ein Android-4.0-Update erhalten.