Kodak stellt Insolvenzantrag

FinanzmarktUnternehmen

Der schwer angeschlagene Kamerahersteller Kodak muss nach Jahren der Verluste einen Insolvenzantrag stellen. Der Plan, das Unternehmen durch Kostenreduzierung und den Verkauf von Patenten wieder auf Vordermann zu bringen, soll weiter verfolgt werden.

Die Kodak-Insolvenz hatte sich bereits im vergangenen Quartal angekündigt, als der taumelnde Hersteller seine Verluste verdoppelte. Nun musste man tatsächlich einen Insolvenzantrag stellen, gab sich aber zuversichtlich, liquide genug zu sein, um den Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten zu können. Dabei helfen soll die Citigroup, die 950 Millionen Dollar zur Finanzierung beisteuert.

Kodak-CEO Antonio M. Perez sagte, das Unternehmen habe einen wichtigen Schritt unternommen, um seine Restrukturierung abzuschließen. Die sieht vor, die Kosten weiter zu senken und einige, nicht zum Kern der Kodak-Geschäftsaktivitäten zählende Patente, zu Geld zu machen. Bislang hat man für diese noch keinen Abnehmer, versucht aber zu demonstrieren, wie wertvoll die Patente sind, indem man fleißig andere Firmen verklagt. Allein im Januar 2012 nahm man sich bereits Apple, HTC und Fujifilm vor, gestern kam noch Samsung hinzu.