Sony allein zuhaus: Niemand macht mit bei XQD

Data & StorageStorage

Seit den Tagen des Memory Stick versuchen die Japaner, einen Quasi-Standard zu setzen, dem die ganze IT-Industrie folgt. XQD heißt der jüngste Versuch – bislang ohne Followers.

Sony präsentierte im November seinen superschnellen Flash-Speicher (wir berichteten). XQD schaffe Schreibraten von bis zu 125 Mbps und soll vor allem die alten Speicherkarten in Digitalkameras ersetzen. Davon halten die bekannten Hersteller von Speichermodulen und -karten wie Sandisk, Lexar und Kingston bislang noch nicht viel. Sony produziert als einziger Hersteller die XQD-Karten und ist daher auch beim Marketing allein auf weiter Flur. Falls das so bleibt, wird es nichts mit einer weiten Verbreitung des neuen Formats. Außerhalb von Sony-Geräten gibt es bislang erst eine zu XQD kompatible Kamera, die jüngst angekündigte Nikon D4.

Abgesehen von den flotten Lese- und Schreibgeschwindigkeiten liegt das XQD-Problem bislang darin begründet, dass die Speicherkarte ein bisschen größer ausfällt als bisherige SD-Karten (aber immerhin kleiner als CF-Karten). Sony kündigte als erstes Ausbaustufen mit 16 und 32 GByte an. Sie sollen gemeinsam mit der D4 den Markt erreichen.

Pikantes Detail am Rande: SanDisk hatte zwar ursprünglich geholfen, das XQD-Format mit zu entwickeln, distanziert sich aber laut einem Firmensprecher mittlerweile davon. Auch Lexar sprach sich öffentlich gegen eine XQD-Produktion aus. Man untersuche lediglich die Technologie. Kingston ließ trocken mitteilen, dass man momentan keinerlei Pläne verfolge, entsprechende Flash-Karten zu produzieren. Sollte sich die Memory-Stick-Geschichte wiederholen?