Samsung dementiert Gerüchte über RIM-Kauf

FinanzmarktMobileSmartphoneUnternehmen

Nachdem mehrere Blogs schrieben, Samsung wolle Blackberry-Hersteller Research in Motion kaufen, schossen dessen Aktien in die Höhe. Samsung hatte jedoch nach eigenen Angaben nie Interesse an RIM.

Die Gerüchte, der kanadische Smartphone-Hersteller würde von Samsung gekauft werden, erwiesen sich als falsch: Börsenmagazin Bloomberg berichtet heute über das offizielle Dementi von Samsung-Sprecher James Chung. Diesem zufolge habe der koreanische Hersteller »niemals« in Erwägung gezogen, RIM zu kaufen. Es habe auch nie einen Kontakt zwischen den beiden Unternehmen gegeben.

Die Gerüchte waren zuvor vom „Boy Genius Report“ gestreut worden, der üblicherweise gut und meist korrekt über Neuheiten aus dem Hause RIM informiert ist. BGR hatte geschrieben, dass Verhandlungen stattfänden, dass RIM zu viel verlangen würde und wohl daher noch kein Geschäft abgeschlossen worden sei.

Das Blog habe seine Quellen nicht angegeben, kritisiert Bloomberg. RIM habe die Gerüchte nicht kommentieren wollen, doch die Hintergrundinformation über RIMs Aktienabsturz um 75 Prozent im vergangenen Jahr und die Berichte über Marktanteilsverluste, Vertrauensverlust nach dem weltweiten Blackberry-Server-Ausfall sowie den bevorstehenden Führungswechsel deuten darauf hin, dass das Gerücht absichtlich gestreut wurde – um Aktienkapital zu schützen oder ein Geschäft aus dem kurzfristigen Ansteigen der RIM-Kurse zu machen.

Kurz nach dem Samsung-Dementi war es mit dem RIM-Aktienwert-Aufstieg schon wieder vorbei.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen