Großes Update: FreeBSD 9 ab sofort mit verbessertem ZFS-Support

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Die Entwickler haben diesmal ihr Augenmerk darauf gelegt, die Zusammenarbeit mit Enterprise-Storage zu verbessern. Nützlicher Nebeneffekt: Firmen sparen sich beim Einsatz von FreeBSD 9 dadurch Lizenzgebühren für das entsprechende Oracle-Produkt.

Die Entwickler des freien Betriebssystems FreeBSD hatten voriges Jahr nur Beta-Versionen freigegeben (wir berichteten). Die finale Version 9.0 ist nun das erste wesentliche Update in über einem Jahr. Dazu gibt es einen neuen Installer sowie wichtige Updates von ZFS und NFS.

FreeBSD 9.0 ist ein Cousin von Mac OS X (BSD steht für Berkeley Software Distribution) und wird gerne auf Servern eingesetzt. Seine Wurzeln hat das Open-Source-OS im BSD Unix der 70ger-Jahre. OpenBSD und NetBSD sind direkte Verwandte des Systems, während Debian und Gentoo Linux sogar den Kernel von FreeBSD nutzen.

Die jüngste Ausbaustufe der freien Linux-Alternative bringt diverse Desktop-Umgebungen mit und lässt den Nutzern die Wahl zwischen dem vertrauten GNOME 2.32 oder dem ästhetischen KDE 4.7. Das Lizenzmodell ist nach wie vor generös, weshalb namhafte Hoster das OS gerne einsetzen, bestätigt Netcraft.

Weitere erwähnenswerte Ergänzungen in 9.0: Der neue Installer, PowerPC-Support, viele neue oder überarbeitete Treiber (unter anderem für USB 3.0) sowie High Performance SSH.
Laut Dennis Ritchie arbeitet FreeBSD problemlos mit den Architekturen AMD64, i386, ia64, PowerPC, PowerPC64 und Sparc64 zusammen.