Europäische Kommission will eCommerce-Geschäfte ankurbeln

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Bis 2015 sollen die via Internet generierten Umsätze in Europa verdoppeln. Das sei der politische Wille der EU-Kommission. Damit wolle man helfen, neue Jobs zu schaffen und der ökonomischen Krise im Abendland entgegen zu wirken.

Die Online-Handelsumsätze sollen in den Mitgliedsstaaten in den nächsten drei Jahren derartig zulegen, dass sie eine spürbare Hausnummer beim EU-Bruttosozialprodukt werden. Die e-Commerce-Geschäfte seien zwar schon in vielen Märkten ganz ordentlich gewachsen, doch die EU wolle das Thema derartig befördern, dass sich bis 2015 eine weitere Verdoppelung einstelle. Mindestens. Bislang mache eCommerce in Europa 3,4 Prozent aller Einzelhandelsumsätze aus. Dieser Wert soll 2015 gute 7 Prozent erreichen. Zugleich solle das Internet 6 Prozent des EU-Bruttosozialprodukts erwirtschaften.

Um das ehrgeizige Ziel zu erreichen, will die EU-Kommission einige Wachstumshindernisse beseitigen, seien es gesetzliche Bestimmungen, der Mangel an Transparenz bei Online-Offerten, ungenügenden Zahlungsmethoden sowie verbesserungswürdige Liefermodelle. In einem Aktionspapier erarbeitete die Kommission 16 Schlüsselfelder (PDF-Dokument), in denen sie aktiv werden und dem Online-Handel auf die Sprünge helfen wolle. Dazu gehören Themen wie eine einzelne Cloud-Strategie zu erarbeiten, die Internet-Sicherheit für die Verbraucher und für die Anbieter signifikant zu verbessern, Schutz gegen Cyber-Attacken in Stellung zu bringen und die Vorschriften für den Online-Handel zu harmonisieren.

»Europa sieht schweren Zeiten entgegen. Daher müssen wir jede Möglichkeit und Aktivität entfalten, um neue Wirtschaftszweige und damit Jobs zu entwickeln«, betont Neelie Kroes, Vizepräsidentin für die digitale Agenda der EU.