Amazon lässt sich auf Hollywoods Film-Streaming-Format ein

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Das Format »Ultraviolet«, das vor allem die Filmindustrie stützt, wird nun auch vom weltgrößten Onlineversender verwendet. Die Filmindustrie erhofft sich so einen Geldregen – der derzeit in den Kinos ausbleibt.

Die Filmindustrie hat es nicht leicht: Computernutzer gehen nicht mehr in die Filmtheater und leihen sich lieber preiswert DVDs aus der Videothek aus – oder decken sich mit Filmen aus Streaming-Services ein, wie sie hierzulande etwa Mediamarkt anbietet oder in den USA Netflix – die Internet-Angebote summieren sich zu einer gewaltigen Summe, die nicht immer bei den Filmproduzenten ankommt.

Das Online-Versandhaus Amazon, größter Anbieter von echten wie elektronischen Büchern, physikalischen Musik-CDs wie kostenpflichtigen MP3-Angeboten und erfolgreicher Verkäufer von DVDs, sagt nun den Medienunternehmen zu, deren eigenes Medienformat zu unterstützen. Ultraviolet-Filmstreams sind durch ein eigenes Digital-Rights-Management gesichert und können nicht so einfach wie MPEG- oder DivX-Filme kopiert werden.

Amazon ziele vor allem auf die Nutzer von Tablets, behauptet Wirtschaftsdienst Bloomberg. Der Onlinehandelskrösus sei dazu heftig von der Filmindustrie umworben worden, nachdem das Format im Handel wenig angenommen wurde. Zwei der größten US-Händler, BestBuy und Wal-Mart, sind Mitglieder des Ultraviolet-Konsortiums – doch keiner von beiden nutzt bislang das Streaming-Format.

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