Yahoo-Finanzierung: Google will Konkurrenz am Leben halten

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Nicht der Versuch, ein Monopol für den Suchmaschinenmarkt zu bilden, sondern die Angst vor dem Würgegriff der Kartellbehörden sei Grund für das Interesse Googles an der finanziellen Absicherung von Yahoo.

Gerüchte, Google wolle ein Angebot für Anteile an Yahoo mitfinanzieren, kamen bereits vergangenes Jahr auf. Doch diesmal rückt die Intention dahinter in den Vordergrund: Google wolle seine Konkurrenz am Leben erhalten, um sich dem Griff der Kartellbehörden zu entziehen, erklärte Börsenanalyst Greg Sterling gegenüber dem Wirtschaftsdienst Bloomberg.

Google könne dabei auf Cash-Reserven und kurzfristig verfügbare Anlagen im Wert von 42,6 Milliarden US-Dollars zurückgreifen.

Das Vorgehen entspreche dem Investment von Microsoft in Apple im Jahre 1997, meint Sterling. MS habe damals den Wettbewerb am Leben halten wollen, um sich dem Druck der Behörden zu entziehen. Microsoft hatte damals tatsächlich rund 15 Prozent der seinerzeit »wackeligen« Apple-Aktien gestützt.

Nichtsdestotrotz sind Kartellbehörden in den USA  und in Europa nach wie vor auf den Fersen des Suchgiganten. Zahlreiche Internet-Unternehmen hatten sich bereits über dessen Geschäftsgebaren beschwert.

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