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SAP-Prozess: Oracle darf keine Berufung mehr einlegen

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Die Berufung gegen die Berufung ist gescheitert: SAP muss nur 272 Millionen Dollar Strafe an Oracle bezahlen – mehr gibt es nicht. Die Chancen für Oracle, noch etwas darüber hinaus zu bekommen, sind recht gering.

Die unglaublich hohe Strafe von 1,3 Milliarden US-Dollars, zu der SAP verurteilt worden war, hatte ein Berufungsgericht zurückgestuft: SAP musste nur noch 272 Millionen Schadensersatz an Oracle bezahlen. Oracle wollte gegen dieses milde Urteil für den deutschen Widersacher Berufung einlegen, doch am vergangenen Freitag wurde der Antrag endgültig abgelehnt, berichtet Reuters.

Die Chance für Oracle, mehr als die nun festgelegten 272 Millionen von SAP zu verlangen, sei relativ gering: Der US-Geschäftssoftware-Riese müsste eine völlig neue Klage gegen SAP einreichen.

Im Juli 2007 hatte die damalige  SAP-Tochter TomorrowNow zugegeben, die Beschuldigungen von Oracle, man habe Daten gestohlen, seien richtig. Dem schlossen sich zahlreiche Vorwürfe, Gegenvorwürfe und schließlich Gerichtsprozesse an. Im Februar 2011 wurde SAP zu einer saftigen Strafe von 1,3 Milliarden Dollar verurteilt, gegen die das Walldorfer Softwarehaus Berufung einlegte – und es schließlich bei der Bezahlung des von SAP genannten tatsächlichen Schadens von 272 Millionen blieb.