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Gekaufte Blogposts über Chrome: Bestraft sich Google selbst?

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Eine Google-Marketing-Aktion in US-Blogs ging wohl nach hinten los. Der Versuch der Suchmaschinenprofis, schlechte Inhaltsqualität zu verhindern, wurde durch eigene Werbeaktionen für den Chrome-Browser ad absurdum geführt.

Aaron Wall von SEOBook habe Google dabei erwischt, im Dezember Verlinkungen bezahlt zu haben, berichtet cnet.com. Ehrlicherweise hätten die Blogbetreiber angegeben, der Beitrag sei von Google Chrome gesponsert.
Diese Beiträge allerdings hätten Links zu Googles Chrome–Browser enthalten, und solche bezahlten Links wiederum würden gegen Googles eigene Webmaster-Richtlinien verstoßen. Und genau hier steht geschrieben, solche Links sollten mit dem Attribut »nofollow« gekennzeichnet sein, um sie ganz klar aus den Pagerank-Algorithmen des Suchgiganten zu entfernen.

Danny Sullivan von Search Engine Land habe schließlich herausgefunden, dass die meisten der betroffenen 400 positiven Beiträge zur Bewerbung der Vorzüge des Browsers so ein Attribut nicht enthielten. Seine Frage dazu: »Wird die Google-Suchmaschine nun Links zu Google Chrome verbannen?« – immerhin habe das Google bereits mit JC Penney, Forbes und BeatThatQuote getan – und vergangenes Jahr sogar Google Japan für derartige Praktiken 11 Monate lang aus dem Ranking ausgeschlossen.

Den kritischen Beiträgen über die schiefgelaufene Werbe-Kampagne schlossen sich zahlreiche weitere Blogs an – doch in den Rankings hat Google seine eigenen Produkte noch immer weit oben im Suchergebnis platziert. Die Blogbeiräge zum Google-Browser wurden daraufhin von den Bloggern zerrissen – die Marketingsprache der Posts jedenfalls konnte niemanden überzeugen.