Kleine Unternehmen: Security-Trends für 2012

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Die Anbieter von Security-Lösungen können sich auch 2012 auf gute Geschäfte einstellen. Die Marktforscher von Canalys nennen die wichtigsten Security-Trends für kleine und mittlere Unternehmen.

Privatanwender mögen beim Thema Sicherheit leichtsinnig sein (ITespresso berichtete), Unternehmen sind es nicht. Sie können sich lasche Sicherheitsvorkehrungen gar nicht leisten. Das gilt aber nicht für alle Unternehmen, die kleineren sind schon mal nachlässiger, wie die Marktforscher von Canalys in einem aktuellen Bericht behaupten.

Die wichtigsten Zahlen aus der Canalys-Studie:

Auf 22,9 Milliarden US-Dollar wird der weltweite Markt für Sicherheitslösungen im Unternehmensbereich 2012 ansteigen. Die Investitionen in den Bereich werden gegenüber 2011 um knapp neun Prozent wachsen.

Eines der größten Stücke vom Kuchen können sich die Hersteller von Antiviren-Software herausschneiden, die derzeit 11,3 Prozent des Gesamtmarktes ausmachen. Ihr Umsatz wird 2012 noch mal um 6,8 Prozent steigen.

Zur Umsatzsteigerung tragen vor allem auch kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) bei. Die Investitionen in eine Antiviren-Lösung ist für diese häufig der erste Schritt zur Sicherung des Unternehmensnetzwerks.

Kleinere Anbieter gewinnen Marktanteile

Canalys schätzt, dass kleinere Hersteller von Sicherheitslösungen wie Kaspersky, Panda Security, F-Secure, ESET oder AVG den Marktführern Symantec, McAfee und Trend Micro zunehmend das Revier streitig machen. Dies gelingt ihnen deshalb, weil sie sich in den letzten Jahren einen guten Ruf auf dem Consumermarkt erarbeitet haben.

Ihre Chancen steigen auch deshalb, da KMUs häufig nicht in die ganz großen komplexen Sicherheitslösungen investieren, weil sie sich selbst nicht als lohnenswertes Ziel für Hecker betrachten.

Die Trends für 2012

Der Bericht von Canalys führt auch einige Trends auf, die den Markt bei kleinen und mittleren Unternehmen in den nächsten Monaten beherrschen werden.

• KMUs werden stark vom Kauf- und Nutzungsverhalten der Endanwender beeinflusst. Das zeichnet sich dadurch aus, dass man sehr preisbewusst agiert und Sicherheitsrisiken gelegentlich ignoriert. So gilt eine Antiviren-Software vielen bereits als ausreichender Allroundschutz.

• Viele Anbieter werden ihre Software verstärkt über Onlineshops verkaufen. Laut Canalys verkauft Symantec jetzt schon Sicherheitslösungen für bis zu 1000 Arbeitsplätze online, gefolgt von McAfee mit Software für bis zu 250 Arbeitsplätze.

• Der Trend zur Free-Software, also zu kostenloser Sicherheitssoftware, setzt sich auf dem KMU-Markt fort. Mehr als 20 Prozent der kleineren Betriebe nutzen jetzt schon kostenlose Antivirensoftware.

• Dienste wie Security as a Service (SaaS) finden bei kleinen und mittleren Unternehmen immer mehr Interessenten.