Saftige Strafe für Apple

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Apple Retail Store

Der Hersteller von IT- und Lifestyle-Produkten Apple musste eine Strafe von 900.000 Euro zahlen. Das hat die italienische Kartellbehörde durchgesetzt. Der Grund sind mangelnde Informationen über Umfang von Garantieleistungen.

Die italienische Kartellbehörde Autorità Garante della Concorrenza e del Mercato – sie entspricht in etwa dem Bundeskartellamt in Deutschland – hat den IT-Konzern Apple zu zwei Strafzahlungen von insgesamt 900.000 Euro verurteilt, weil er ein wettbewerbswidriges Verhalten im Rahmen seines Kundensupports Apple Care praktiziert hat. Wie das französische IT-Portal Silicon.fr meldet, wurde das Unternehmen insgesamt zu zwei Strafzahlungen verurteilt. Zum einen musste es eine Strafe über 400.000 Euro zahlen, weil es Apple-Kunden nicht genügend über die Garantiezeit nach dem Kauf aufklärt hatte, zum anderen eine Geldbuße über 500.000 Euro, weil es Kunden auch nicht über die Ausweitung des Kundensupports durch den so genannten Apple Care Protection Plan informiert hatte. Dieser Plan umfasst sowohl Computer als auch einige Peripherie-Geräte der Marke Apple. Die Autorità Garante della Concorrenza e del Mercato sieht darin ein wettbewerbswidriges Verhalten durch Apple.

Die Klage ging nicht von einem Konstrukteur aus, sondern von einem Endkunden, der Apple Italia Sri und Apple Retail die Schuld für mangelhafte Kundeninformation gab. Dieser Rückschlag bedeutet darüber hinaus eine Wendung in den anhängigen Prozessen mit Motorola und Samsung.