Facebook und Greenpeace fördern saubere Energie

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Facebook will seine Rechenzentren in Zukunft mit Strom aus erneuerbaren Energien betreiben und gemeinsam mit Greenpeace für mehr Umweltbewusstsein eintreten. Das Abkommen beendet einen zweijährigen Streit um Facebooks Umweltbilanz.

Lange hatte Greenpeace das soziale Netzwerk Facebook kritisiert, weil es nicht von der Stromversorgung via Kohle lassen wollte. Jetzt haben die beiden Kontrahenten offenbar Frieden geschlossen. Nach einer Mitteilung von Greenpeace wollen die Umweltschützer und Facebook künftig bei der Förderung erneuerbarer Energien zusammenarbeiten. Unter anderem sollen auch Facebook-Nutzer Hilfestellung beim Energiesparen bekommen.

Vor zwei Jahren hatte Greenpeace die Kampagne »Unfriend Coal Campaign« gestartet, in der Facebook dazu aufgefordert wurde, seine Rechenzentren mit Strom aus erneuerbarer Energie zu betreiben und auf die Stromversorgung aus Kohlekraftwerken zu verzichten. 700 000 Nutzer hatten sich der Aufforderung angeschlossen. Daneben ist Greenpeace bei Facebook die Non-Profit-Organisation mit den meisten »Like«-Buttons.

Die Umweltschützer hatten Facebook immer wieder für die Hartnäckigkeit kritisiert, mit der der Betreiber des sozialen Netzwerks die Umweltappelle ungehört verhallen ließ. Pünktlich zu Weihnachten 2011 haben die beiden Kontrahenten jetzt Frieden geschlossen.

Sauberer Strom für Facebook

Die beiden Organisationen wollen auch die großen Energieversorger davon überzeugen, sich von Kohle zu verabschieden und stattdessen in erneuerbare Energie zu investieren.

Zudem will Facebook gemeinsam mit Greenpeace in Zukunft verstärkt für »Umweltbewusstsein« werben, Forschungsprojekte für Energieeffizienz unterstützen und entsprechende Erkenntnisse über das Projekt »Open Compute« verbreiten. »Dieser Schritt stellt ein Beispiel für die ganze Industrie dar«, meint Greenpeace-Manager Tzeporah Berman (Co-Director of Greenpeace’s International Climate and Energy Program). »Das Engagement von Facebook für erneuerbare Energien hebt auch die Messlatte für andere IT- und Cloud Computing-Anbieter wie Apple, IBM, Microsoft oder Twitter«, ergänzt Casey Harrell, Senior IT Analyst bei Greenpeace.

Höhere Messlatte für IT-Anbieter

Bei schönen Worten soll es aber nicht bleiben. So will Facebook seinen gesamten Geschäftsbetrieb und vor allem auch die Rechenzentren schrittweise auf sauberen Strom umstellen. Einen konkreten und verbindlichen Zeitplan hierfür gibt es noch nicht. Allerdings dürfte Greenpeace ein Auge darauf haben, dass das soziale Netzwerk seinen Worten bald auch Taten folgen lässt.