In Videochats wird weniger gelogen

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Lügner fühlen sich unwohl bei Videochats und haben weniger Probleme bei der Nutzung von Textnachrichten. Umgekehrt fühlen sich Empfänger von Text leichter über den Tisch gezogen als solche, die ihre Partner von Gesicht zu Gesicht gesehen haben – Videochats hätten dabei sogar mehr Vertrauen erzeugt als direkter Kontakt, ergab das Experiment mit 170 Studenten.

»Texten ist für Lügner«, interpretiert Nick Clayton im Wall-Street-Journal-Blog »Tech Europe« die Ergebnisse einer Studie der Sauder School of Business der University of British Columbia. Clayton: »Wenn Sie mit jemandem ein Geschäft verhandeln wollen, nutzen Sie einen Videochat. Verlassen Sie sich nicht auf SMS« – das scheine die Lektion der neuen Studie zu sein.

Für die Studie seien 170 Studenten zum Rollenspiel bei Aktiengeschäften aufgerufen worden, unter denen sich auch (gespielte) Betrügereien befanden. Dabei seien auch die genutzten Kommunikationsformen untersucht worden. Ergebnis: Broker, die Textnachrichten nutzen, fühlten sich beim Betrügen anderer durch Text-Messages wohler als bei Face-to-face-Kommunikation. Interessant war auch: Die Broker fühlten sich bei Nutzung von Videochats am unwohlsten beim Lügen.  Die Käufer wiederum fühlten sich am leichtesten betrogen, wenn sie vom Broker nur Textnachrichten erhielten.

Clayton empfiehlt: »Wenn sie nicht sicher sind über die Absichten anderer, starten Sie einen Skype-Videocall. Und wenn Sie jemanden wirklich ärgern wollen, schicken Sie ihm einfach eine Textnachricht«.

(Quelle: Julien Rousset – Fotolia.com)

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