Billigere Notebooks als Ziel – Lenovo stellt seine Produktion um

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Um seine PCs, Notebooks, Tablets und Smartphones noch günstiger produzieren zu können, werden Fabriken in Japan und Südamerika geöffnet. Den taiwanischen Auftragsherstellern dräut, dass ihnen das gleiche droht wie Westeuropäern schon mit Auslagerung vieler Produktionsstandorte nach Osteuropa und Asien. Der Trend, vieles selbst zu machen, ist auch schon bei Apple sichtbar.

Die taiwanischen Auftragshersteller seien unter starkem Druck von Leno, berichtet Digitimes. Lenovo wolle eigene Fabriken in anderen Ländern etablieren, um von der Abhängigkeit von den Auftragsfertigern loszukommen. Der Markt der Herstellung von Computermodellen sei noch großteils in der Hand taiwanischer Unternehmen, ist die taiwanische Digitimes sicher – doch die Teilezulieferer wie BYD aus China würden diesen Teil des Marktes jetzt schon stückchenweise angreifen.

Und nun noch das: Lenovo will alles selber machen, genauer: die Firma wolle Südamerika und Japan als weitere Produktionsstsndorte etablieren statt Teile in Auftrag zu geben. Das helfe bei der Qualitätskontrolle wie auch bei der Sicherstellung der Auslieferungsziele. Die taiwanischen Unternehmen, erkennt Digitimes, hätten Alarmsignale gesetzt und überwachten genau, was »die Anderen« machen, um rechtzeitig reagieren zu können.

Der Trend bei den Großen geht ohnehin in die Richtung, möglichst viel alleine zu machen – mit dieser Strategie hat Apple bereits große Erfolge gefeiert und vertieft das noch weiter: Kürzlich etwa übernahm das Apfel-Unternehmen den Flash-Speicherspezialisten Anobit, der seine Technologien an die wichtigsten SSD-Produzenten lizenziert – womöglich kommen die SSD-Laufwerke bei Apple bald auch aus eigenem Hause.

(Bildquuelle: Helder Almeida – Fotolia.com)

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