Wikileaks-Dokumentenschwund: Sachverständige werfen Bradley Manning Beweiszerstörung vor

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Die zahlreichen US-Depeschen, die an die Öffentlichkeit geraten waren, seien von Bradley Manning an Julian Assange gesendet worden – Sachverständige wollen Manning das Überschreiben seiner Festplatte und Verbindungen zu Wikileaks-Gründer Julian Assange nachgewiesen haben. Womöglich bekommt der Datenflüsterer eine lebenslängliche Haftstrafe.

Computerforensiker wollen Bradley Manning nachgewiesen haben, seine Spuren absichtlich verwischt zu haben – demnach hab er seine Festplatte absichtlich an bestimmten Stellen mit Nullen überschrieben und abhörsichere Kommunikationskanäle genutzt, fasst Spiegel Online die Berichterstattung der US-Medien zusammen. Grundlage ist insbesondere ein Artikel von Wired , in dem von Mannings größtem Fehler berichtet wird: das Verschlüsselungspasswort für die verteilten Daten war das gleiche wie das zum Starten seines MacBooks.

Derzeit werde in den USA entschieden, ob der ehemalige Obergefreite der US-Armee vor ein Kriegsgericht gestellt wird. Was er 24jährige in seinen Aussagen von sich gebe, werde auch die Zukunft von Wikileaks-Mann Julian Assange beeinflussen, meint Spiegel-Autor Christian Stöcker.

Schließlich wurde auch dieser von den USA verklagt. Dumm gelaufen für Manning war zudem, dass die Ermittler zahlreiche der veröffentlichten Daten auf einer Speicherkarte im Haus seiner Tante fanden.

Bradley Manning wurde festgenommen, nachdem er ein Video von einem US-Hubschrauber-Angriff auf Zivilisten an Wikileaks weitergegeben hatte. Auch die Depeschen der US-Botschaften, die Wikileaks veröffentlicht hatte, stammen angeblich von Manning.

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