Softwarefehler im Airbus: Ein Drittel der Passagiere verletzt

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Drei Jahre nach einem schweren Unfall  fand Quantas Airlines heraus: Durch falsche Programmierung war das Flugzeug zwei Male tief gestürzt und hatte sich dann wieder gefangen – durch die heftigen Bewegungen lösten sich viele Teile und verletzten dabei Passagiere und Personal.

Jetzt ist es heraus, was am 7. Oktober 2008 wirklich geschah, berichtet der australische Sydney Morning Herald über die Untersuchungen zum damaligen Quantas-Unfall: Inkorrekte Sensordaten zu Fluggeschwindigkeit, Luftdruck, Temperatur und Flugwinkel brachten die Computersteuerung des Flugzeugs durcheinander. Die Piloten waren zudem durch falsche Meldungen des Autopiloten zu einer Notlandung gezwungen. Währenddessen hätten auch das Luftdruckregelungssystem und das Bremssystem nicht richtig funktioniert.

Der falsche Input der Sensoren hätte eine Aktion ausgelöst, schreibt der SMH, die das Flugzeug in einen Sturzflug versetzt hätte. Kontrolleure hätten bei der Untersuchung des Falls einen Fehler im Softwarecode gefunden, der die Sensordaten interpretieren sollte. Die Software stamme aus den frühen 90er-Jahren und übersetze die Kommandos, die an den Flugzeugprozessor weitergegeben werden, in die falschen Aktionen – wie etwa die zwei »Nosedives« des australischen Fliegers.

Weil ähnliche Fälle schon einmal vorgefallen waren, habe Airbus seine Algorithmen im November 2009 verbessert. Ob die Patches in alle Flugzeuge der betroffenen Airbus-A330- und A340-Flieger übertragen wurden, ist nicht bekannt.

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