Ist Tablet-Hersteller Fusion Garage pleite?

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Plötzlich taucht eine Firma mit über hundert Mitarbeitern ab – Medien in den USA werden offenbar ignoriert, und Gerüchte sagen, etwas stimme nicht mit dem Unternehmen.

Erst kürzlich hieß es, die Firma Fusion Garage bringe ein interessantes Tablet, Gizmodo hatte erst im September sogar ein Preview des Grid10 veröffentlicht. Das Besondere an diesem Gerät war die Oberfläche, die die Entwickler über das Standard-Android—GUI stülpten.

Doch nun meldet das Blog AllThingsDigital, dass das Tablet-Unternehmen offenbar untergetaucht ist. Die Website von Fusion Garage sei temporär offline gegangen und der Vertrag mit der bisherigen PR-Agentur gekündigt. Im ITespresso-Test war Fuiongarage.com durchaus online. Zu früh totgesagt?

Die Autorin Ina Fried berichtet, dass die bisherige PR-Agentur McGrath Power erklärt habe, sie vertrete Fusion Garage nicht mehr. Der Chef der Tabletfirma habe nicht auf E-Mail-Anfragen geantwortet. In den USA seien die Geräte teilweise ausgeliefert worden, von Europa wisse man nichts. Gizmodo-Deutschland-Redakteurin Marion Lenke jedoch ging auf eine Veranstaltung des Herstellers und hatte das vielversprechende Gerät begutachtet – tot ist es also nicht.

Doch laut AllThingsDigital kämpfe der Anbieter  des ersten Fusion-Garage-Tablets Joojoo mit dem seinerzeitigen Finanzier TechCrunch. Der frühere TechCrunch-Mann Michael Arrington habe erklärt, auch die Rechtsanwaltskanzlei von Fusion Garage arbeite nicht mehr für die Tablet-Firma. Der Rechtsstreit zwischen Fusion Garage und Techcrunch (und dessen neuem Eigner AOL) sei aber noch aktuell.

Auch der Branchendienst TheVerge habe vom plötzlichen Verschwinden des Tablet-Herstellers berichtet. Sicher ist  man sich offenbar nicht, was wirklich geschehen ist – weil das Unternehmen zum Schluss rund 100 Mitarbeiter hatte, ist nicht davon auszugehen, dass es sich nur um einen größeren Weihnachtsurlaub handelt.

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