IBM orakelt über die IT-Zukunftstrends der nächsten fünf Jahre

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Pünktlich zu Weihnachten erneuert IBM seine jährlichen »Fünfjahrespläne«:  In seinen Prognosen sieht der IT-Riese voraus, was – wahrscheinlich – in den kommenden 5 IT-Jahren geschehen wird.

Big Blue spitzt wie jedes Jahr kurz vor Weihnachten zu, was seine Marktforscher, Forschungsabteilungen und Ingenieure prophezeien. So erzeuge man künftig seinen Strom selbst – etwa durch Abwärme von PCs und Haushaltgeräten. Damit projiziert IBM in den Haushalt einen Teil dessen, was in einigen Rechenzentren schon in ähnlicher Art passiert ist: so wird etwa in manchen Datenzentren im skandinavischen Raum die Abwärme bereits gewonnen, um Haushalte mit Warmwasser zu versorgen.

Auch den Tod der Passwörter kann sich der IT-Riese vorstellen. Biometrische Daten würden Passwörter oder PINs erübrigen, denn die Techniken für Sprachidentifikation, Retinascans oder Gesichtserkennung bestehen bereits und müssen nur richtig genutzt werden. Nach IBMs Vorstellungen wird dies künftig in Realzeit durchgeführt.

Ungewöhnlich ist die Behauptung, aus Spam würde relevante Information werden. Das begründet der blaue Riese damit, dass die Spamfilter künftig so so gut sein würden, dass die ungewollten Werbemails keine E-Mail-Inboxen mehr verstopfen könnten.

Noch eine Behauptung auf Basis von Markttrends setzt IBM in die Liste seiner Prophezeiungen: Die digitale Kluft zwischen Wissern und Nichtwissern würde durch die wachsende Anzahl von Geräten kleiner werden. Bis 2016 werde es aller Voraussicht nach rund 5,6 Milliarden mobile Endgeräte geben, die auch Bewohnern von kleinen Dörfern die Wettervorhersage nahebringen könnten, über Getreidepreis informieren oder einen Termin mit dem Arzt vereinbaren könnten.

Und die finale Vorhersage bringt das Quentchen Science Fiction, das solche Orakel immer brauchen: Gedankenlesen sei in gewissen Grenzen durchaus möglich. Das zeigten IBM-Forschungen, die Verbindungen von Gehirn zu Geräten untersuchten – so ließen sich etwa Gesichtsausdrücke interpretieren oder Hirnströme zu Aktionen umwandeln  lassen. Die ersten Anwendungen könnte man bis in fünf Jahren in Medizin, bei Videospielen und der Unterhaltungsindustrie sehen.

Um die Aussagen reizvoller zu überbringen, hat IBM ein Video dazu produziert:

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