Threat Report: Fortinet findet Android-Botnetze

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Der Anbieter von großen Unternehmensfirewalls loggt monatlich Schädlinge mit. In seinem Threat-Report für den November finden sich zahlreiche Bedrohungen durch Android. Unter den Top 5 der Android-Malware finden sich SMS-Versender, Daten stehlende Trojaner und digitale Fieslinge, die in Botnetzen zusammenarbeiten.

Über fünf Mal so viele Android-Schädlinge wie iOS-Schadprogramme hätten die FortiGuard Labs gefunden, berichtet Axelle Apvrille, Senior Mobile Antivirus Researcher bei Fortinet. Das liege auch daran, dass Android Apps einfach zum Download bereitgestellt werden könnten, während Apps für Apple-Geräte strengen Überprüfungen unterzogen würden.

Das bedeute aber nicht, dass Apple iOS sicher sei: Der Eeki-Banking-Wurm veranschauliche die Angreifbarkeit. Aprville spricht jedoch von einem sechsfachen Anstieg von Angriffen auf das Google-System. Die Anzahl der Android-Malware-Familien habe von 2010 auf 2011 sogar um 90 Prozent zugenommen, iOS verzeichne nur einen Anstieg von 25 Prozent. Die ausführlichen aktuellen Reports der Securityfirma finden sich hier.

Zu den wichtigsten Android-Bedrohungen gehörten das Botnetz Geinimi, das die GPS-Daten des Nutzers versendet und das Smartphone fernsteuert – so könne Geinimi zum Beispiel jede Nummer über das infizierte Handy anrufen. Der Trojaner Hongtoutou stehle private Informationn und rufe selbständig Webseiten auf, DroidKungFu könne über Fernsteuerung weitere Schädlinge installieren, Applikationen starten und Bookmarks festlegen. Dem folgen der SMS-Versender JiFake, der teure SMS-Nummern anrufe und Basebridge, das demselben schädlichen Tun frönt.

Auch in den Vorhersagen für 2012 sieht Fortinet viele mobile »Ransomware« und Android-Würmer voraus. Android ist für die Produzenten solcher Schädlinge offenbar schon das neue Windows XP.

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