Spaniens Schuldenkrise trifft Telefonica-Aktionäre

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Erstmals seit 10 Jahren würden den Telefonica-Investoren die Dividenden gekürzt, klagt die Wirtschaftspresse. Das mit Datenfunk schnell wachsende Unternehmen konnte bei den Gewinnen nicht mithalten – die Verluste in Spanien zeigen sich nun auch deutlich bei den Auszahlungen.

In Deutschland laufen die Geschäfte der Telefonica-Tochter O2 noch sehr gut, können aber die Verluste der Mutterfirma aus Spanien nicht wiedergutmachen. So hieß es bereits Anfang November. Doch nun schlägt es auf diejenigen zurück, die viel Geld in die Expansion des Telekommunikationskonzerns steckten.

Sie erhalten zwar noch immer eine Dividende, doch die wird erstmals seit einem Jahrzehnt kleiner, berichtet das Wirtschaftsmagazin Bloomberg. Das spanische Unternehmen gebe zu, dass sich die Marktbedingungen signifikant geändert haben und habe deshalb gestern seine Umsatz-Vorhersagen für 2012 um 14 Prozent gesenkt.

Im Heimatland würden zahlreiche Kunden ihre Abonnements aufgrund der Wirtschaftsmisere kündigen und zu den billigeren Angeboten wechseln. Das helfe dem Madrider Konzern recht wenig, denn er habe noch 55 Milliarden Euro Schulden abzutragen. Dazu sei bei Verkündung der kommenden Quartalsmeldung am 24. Februar ein weiterer harter Schnitt zu erwarten, zitiert Bloomberg Telekommunikations-Spezialisten von Societe Generale aus London.

Der von O2 erworbene Anbieter Hansenet mit seinen Alice-DSL-Angeboten trägt offenbar deutlich zur positiven Situation in Deutschland bei, ist jedoch in anderen Ländern noch nicht so etabliert.

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