Google stoppt Shooter auf Basis von StreetView

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Der Riesenerfolg der »Call of Duty«-Serie – allein der jüngste Ableger »Modern Warfare 3« dürfte demnächst 1 Milliarde Dollar eingespielt haben – lockt natürlich Nachahmer an. Einige Programmierer wollten auf Grundlage von StreetView einen weltweiten Shooter lancieren.

Reale Straßenschluchten, echte digitalisierte Passanten und weltberühmte Plätze und Orte als Basis für einen First-Person-Shooter? Eine reizvolle Idee, die Pool Worldwide aus Amsterdam ausbrütete. Doch sie hatten die Rechnung ohne Google gemacht, denn der Webkonzern fand es nicht so spaßig, dass die Holländer ihre StreetView-API genutzt haben, um »Google Shoot View« zu realisieren. Das Actionspiel lässt den Akteur den vollen 360-Grad-Rundumblick nutzen, wobei auch auf die normalen Fußgänger angelegt werden könne. Mit einem ausgewachsenen M4A1-Sturmgewehr.

Die wilde Hatz auf Normalbürger, die ja wirklich existieren, und die Nutzung ihrer Technologie gefiel Google gar nicht, weshalb sie nun Pool Worldwide den Zugang zu ihrer API untersagen.
»Unglücklicherweise hat Google die Tür zugemacht, so dass wir im Moment Shoot View nicht laufen lassen können«, bestätigten die Holländer in einem Tweet.

Laut MSNBC waren die Bilder in Google Shoot View keinesfalls blutig, es »gab keine Einschusslöcher oder Blutfontänen oder Körperteile« wie sie in heutigen Actionreißern so typisch sind.  Vor dem API-Stopp durch Google hatte es laut Kreativdirektor Erwin Kleinjan pro Minute 3.000 Besucher auf der Webseite der Firma gegeben. Am Wochenende hatte der Server sogar die Biege gemacht, derartig heftig war der Besucheransturm all jener, die Shoot View ausprobieren wollten, berichtet Business Insider.