Google App Engine: Frisches SDK für Cloud-Plattform

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Eine hochverfügbare Storagelösung soll gewährleisten, dass Firmen-Apps erreichbar bleiben, Sogar, falls Googles Cloud-Dienst ausfällt oder gewartet wird (Downtime).

Google hat das Software Development Kit (SDK) für seine Cloud Plattform App Engine gründlich überarbeitet. Immerhin gab es seit über einem Jahr keine wesentlichen Änderungen mehr (wir berichteten). Die wichtigste Ergänzung für Entwickler und Firmenkunden gleichermaßen ist der »High-Replication Datastore«, der soeben dem Experimentierstadium entwachsen sei und ab sofort zur Verfügung stehe. Damit seien Unternehmen in der Lage, ihre wichtigsten Applikationen nicht nur der Cloud anzuvertrauen, sondern eben dort in dieser speziellen Storage-Lösung zu platzieren, die unabhängig von den Servern funktionstüchtig und damit online bleibe. So können Störungen, Angriffe und Unterbrechungen in der Cloud den Geschäftsverlauf der Kunden nicht mehr abrupt abwürgen, versprach Google im Blog-Post.

Damit habe man das Problem der Verfügbarkeit bei normalen Storage-Lösungen fundamental gelöst. Und zwar gründlich, denn beim High Replication Datastore würden die Kundendaten nicht nur an einem Ort gelagert, sondern auf mehrere Rechenzentren repliziert, so dass es die Apps und aktuellen Vorgänge an multiplen Plätzen gibt. Die Steigerung der Verfügbarkeit wird im Gegenzug mit einer höheren Latenzzeit erkauft, da ja alle Standorte ständig synchronisiert werden müssen. Doch das sei es wert, argumentiert Google. Angesichts der zunehmenden Zahl an Stürmen und der vielen Stromausfälle in den USA und in anderen Ländern sei die Gefahr von Unterbrechungen gestiegen.

Bei Apps, die besonders viel Rechenpower und Speicher benötigen, um die vielen Kundenanfragen (zum Beispiel in einem Webshop) zu stemmen, bietet Google zwei vergrößerte Front-End-Instanzen oder wahlweise virtuelle Server an, um die Bedürfnisse zu bedienen und keine Wartezeiten entstehen zu lassen. Die Basis-Instanz verfügt übrigens über 128 MByte RAM und wird von einem 600-MHz-Prozessor angetrieben.

Für die Entwickler hat Google sein SDK noch mit einer Reihe frischer APIs versehen. Eine kümmere sich um die Konvertierung zwischen PDF, HTML, Text und Bildern. Der Logs Reader hilft beim Aufbau von Reports, sammelt statistische Daten ein und analysiert Anfragen. Das App Engine SDK (Version 1.6.1)  sei für Java und Python sofort zu haben, per Download von der entsprechenden Google-Website.