Cisco-Studie: Junge Mitarbeiter gefährden die IT-Sicherheit

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Die Security-Experten des Netzwerkspezialisten prognostizieren ganz neue Stresslevel, die auf IT-Administratoren zukommen. Ursache: Die jüngste Generation von Studien- und Schulabgängern besitze ein total lockeres Verhältnis zum Thema Sicherheit.

Der frisch veröffentlichte »Cisco 2011 Annual Security Report« (PDF-Dokument) habe einige Anhaltspunkte und Trends ausgemacht, die zu der Annahme führen, dass die Jugend von heute ein ziemliches Sicherheitsrisiko darstellen wird. Deutlich stärker jedenfalls als die vorhergehenden Generationen.

80 Prozent der von einer Forschungsgruppe befragten Studenten gaben zu, ihren Rechner anderen Leuten zu überlassen, ohne darauf aufzupassen oder Vorgaben zu machen. 16 Prozent hätten sogar regelmäßig laufende (Mobil-) Geräte an einem öffentlichen Ort wie Café auf dem Tisch gelassen, um auf Toilette zu gehen, mit Freunden zu reden oder sich an der Essensausgabe anzustellen.

Scott Olechwoski, Cisco-Experte für digitale Bedrohungen, sieht in dieser laxen Haltung einen bedrohlichen Trend für die kommenden Arbeitgeber. Die aktuelle Generation sei mit den kleinen Mobilrechnern aufgewachsen und habe dazu ein ganz entspanntes Verhältnis – für seinen Geschmack viel zu locker.

Zudem erwarten Berufsanfänger heute ein ganz anderes digitales Umfeld. Sie gehen davon aus, am Arbeitsplatz Zugang zu sozialen Netzwerken und anderen persönlichen Online-Accounts vorzufinden. Sie rechnen seiner Erfahrung gar nicht damit, dass es Firmenregeln und -politik sowie klare Zugriffskontrollen gibt. »Die Erwartungen der jungen Mitarbeiter sind völlig andere. Sie gehen davon aus, dass die gewohnten Technologien am Arbeitsplatz verfügbar sind. Ist das nicht der Fall, wird es ihre Wahl des Arbeitsplatzes beeinflussen«, mutmaßt Olechwoski. Oder zu beiderseitigen Frustrationen führen.