US-Regulatoren argwöhnen über ICANNs erweiterte TLDs

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Der Chef der Handelsregulierungsbehörde meint, die gTLDs könnten sich zum Desaster entwickeln – die FTC hat Angst, die ICANN habe nicht im Griff, ob mit ihnen Missbrauch betrieben werden könne.

Der politischen Kritik an der Sicherheit der neuen Domain-Endungen muss sich die unabhängige Non-Profit-Organisation ICANN nun verstärkt erwehren.

Wahrscheinlich, weil die Behörden seit des Internet-Privatisierungsbeschlusses der Clinton-Regierung keinen Zugriff auf die Entscheidungen der ICANN mehr hätten, würden sie der »Domain-Regierung« gerade Schwierigkeiten bereiten, schildert die Washington Post zwischen den Zeilen den Grund für die Animositäten.

Die ICANN aber sei bereit, für die erweiterten TLDs zu kämpfen, bestätigt die Washington Post die Worte, die ICANN Vice President Kurt J. Pritz bereits im Interview mit  itespresso.de erwähnte: Die ICANN hat keine Angst vor Missbrauch der »generic Top Level Domains«.

Der FTC-Präsident Jon Leibowítz habe vergangene Woche jedoch seine Besorgnis geäußert, dass die Regulatoren glaubten, ICANN tue nicht genug, um Scams zu vermeiden – man wisse nicht, wie Konsumenten bei den neu angemeldeten Registraren beschützt würden. Die Aktionen aus Washington verzögerten nun die Einführung der neuen Domains, zitiert die Washington Post »ICANN-Offizielle«.

Deren Sprecher  Brad White bezeichne die Beanstandungen am Vorgehen der Organisation  nur als »simplifizierte Kritik«. Es sei falsch zu denken, mehr Platz im Web schaffe auch mehr Missbrauch.

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