Projektgeschäft kühlt sich wegen der Euro-Krise ab

Allgemein

Nach Prognosen von Pierre Audoin Consultants (PAC) wird sich das Geschäft mit IT-Projekten im nächsten Jahr wegen der Euro-Krise spürbar abkühlen. Davon werden allerdings nur einige Branchen betroffen sein, in anderen wird trotz der schlechten Wirtschaftsbedingungen mit einem Wachstum gerechnet.

»Für 2012 rechnen wir aufgrund der allgemein ungünstigeren wirtschaftlichen Prognosen sowie unserer Gespräche mit den IT-Dienstleistern mit einem deutlichen Rückgang im Projektgeschäft, wobei die IT-Projekte, die 2011 initiiert wurden, in der Regel mittel- bis längerfristige Projekte sind«, sagt PAC-Analystin Stefanie Naujoks. Die Entwicklungen in den einzelnen Branchen seien höchst unterschiedlich. So rechnet man beispielsweise in der Automobilindustrie dennoch mit einem Wachstum, da sich diese gegenüber der Krise bislang resistent zeigte und es bei den Zulieferern Nachholbedarf bei der Konsolidierung und Harmonisierung von ERP-Systemen gibt. Auch der Maschinen- und Anlagenbau zeige sich recht stabil; dort müsse man zwar mit einer gewissen Wachstumsverlangsamung leben, aber nicht so deutlich wie angesichts der aktuellen Schulden- und Euro-Krise zu erwarten wäre.

Negativ wird sich das Geschäft mit IT-Projekten dagegen in der Chemie- und Pharma-Industrie entwickeln. Grundsätzlich bestehe aber auch dort Potenzial, so Naujoks, in der Pharma-Industrie beispielsweise bei der durch die vielen Firmenübernahmen notwendigen ERP-Konsolidierung sowie in den Bereichen CRM und Social Media. Auch die Elektronikindustrie sei sehr anfällig für globale Risiken, weshalb die Entwicklung dort leicht negativ sei.

(Quelle kleines Bild oben: imageteam – Fotolia.com)