MS-Plan: Windows Defender als eigenständiges Tool

BetriebssystemSicherheitSoftwareVirusWorkspace

Was machen PC-Profis mit einem neuen Win-System als erstes? Ordentliche Firewall installieren und den Defender deaktivieren. Ergo holt Microsoft das Tool aus seinem Schattendasein und macht daraus eine freie Software.

Erst vor ein paar Wochen verriet der Softwarekonzern aus Redmond in seinem Firmen-Blog, für Windows 8 eine klassische Virenscanner- und Mal-Abwehr-Lösung direkt ins Betriebssystem zu integrieren. Zugleich soll offenbar der Defender aus dem OS »befreit« werden. Als Offline-Lösung soll sie außerhalb von Windows künftig nach Malware Ausschau halten und Viren abwehren. Jenseits von Windows bedeute natürlich nicht, die Win-Rechner auszuschließen, sondern weist darauf, dass das Scantool schon loslegen soll, bevor Windows überhaupt gebootet wurde.

Die Stand-Alone-Version von Windows Defender befinde sich ab sofort im öffentlichen Beta-Stadium. Die Software sei nun als 32-Bit- und 64-Bit-Variante ausgelegt und so konstruiert, dass sie auch von CD, DVD oder Flashspeicher bzw. USB-Drive starten oder booten könne und einen Rechner von dort überprüfe. Dabei achte das Tool künftig auch auf Rootkits oder Bootsektor-Viren.