Acer will den Netbooks doch den Rücken kehren

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Der erfolgsverwöhnte taiwanische Computerhersteller hat in letzten zwölf Monaten den Geschmack von roten Zahlen kennengelernt. Um nachlassenden Verkaufszahlen und schwacher Profitabilität zu entkommen, werden keine mobilen Billigrechner mehr gebaut.

Erst gab es das hartnäckige Gerücht, dass Samsung aus dem Netbook-Geschäft aussteigt (wir berichteten), dann wurde irrtümlich verbreitet, Acer werde weiterhin Netbooks bauen und nun gab Acer-Boss J.T Wang höchstpersönlich in einem Interview mit dem Wirtschaftsnachrichtendienst Dow Jones zu Protokoll, dass man sich komplett von der Billigschiene verabschieden und gezielt den Highend-Produkten zuwenden werde.

»Wir haben unsere Strategie zugunsten der Profitabilität angepasst und werden nicht mehr blind größeren Marktanteilen mit günstigen und unprofitablen Produkten hinterher jagen«, zeigt sich Wang einsichtig. Schritt eins der neuen Ausrichtung sei der Verzicht auf die Netbooks. Danach werde man sich zunächst mit aller Energie auf die Ultrabooks konzentrieren, um dann später bessere Tablet-Modelle zu entwickeln.

»Nächstes Jahr sollen die Ultrabooks der Schlüssel zu unserem Wachstum werden.« Die besseren Margen sollen dann auch die Bilanz wieder sicher in profitable Höhen hieven.