Die IT-Trends 2012

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2011 war das Jahr von Cloud Computing, doch was bringt 2012, fragt Frank Kölmel von Brocade. Er meint, bei Themen wie Cloud Computing, Bring-Your-Own-Device (BYOD) und der Fabric als Synonym für die Next Generation Datacenter könnte das Motto schneller, höher, weiter lauten – und auf alle Fälle virtualisiert.

2011 war zweifellos das Jahr von Big Data. Und diese Entwicklung hält an. So verbrauchte der durchschnittliche Smartphone-User 2011 täglich circa 15 MByte an Datenvolumen. 2020 wird es voraussichtlich 1 GByte sein. Damit steigen auch die Anforderungen an Netzwerke und Storage-Ressourcen. Unternehmen müssen zukünftig den Spagat zwischen innovativen Lösungen für Netzwerkstabilität und Performance bei gleichzeitiger Reduzierung der Kosten meistern. Mit BYOD, was in vielen Unternehmen bereits Alltag ist, wird das allgemeine Datenvolumen nicht geringer. Hinzu kommt schneller Zugriff auf unternehmensinterne, datenintensive Applikationen – jederzeit und von jedem Ort aus. Vorteil ist die Reduzierung der IT-Kosten im Bereich Equipmentbeschaffung. Der Trend zu Smartphones und Tablet-PCs an Stelle klassischer PCs fördert den Einsatz Virtueller Desktop-Infrastruktur (VDI), Wireless Networking und End-Point Security-Lösungen. Für die IT-Abteilungen jedoch bringt dieser Trend neue Herausforderungen in puncto Datensicherheit und Compliance. Deshalb sollten Unternehmen schon jetzt ihre IT-Sicherheit aufrüsten, um dieser Entwicklung sicher die Türen und das Netzwerk öffnen zu können.

Aber nicht nur sicher, sondern auch intelligent sollten Campus-Netzwerke 2012 sein. Mit herkömmlichen Infrastrukturen sind die oben genannten Anforderungen nicht zu managen. Das heißt: Campus LANs müssen aufrüsten, um auch zukünftig hochperformante Applikationen wie Video Streaming, IPTV, Bildübertragung in Echtzeit oder E-Learning angemessen zu unterstützen. Eine Option, die schon 2012 realisierbar ist. Preisattraktive Campus-LAN-Lösungen mit den typischen Enterprise-Class-Merkmalen versetzen Unternehmen in die Lage mit einfach zu managenden, hochperformanten Netzwerken den Anforderungen von Cloud und Big Data Stand zu halten und gleichzeitig ihr IT-Budget zu schonen.

Im Cloud-Markt steht 2012 ein Umbruch an. Neben klassischen Service-Providern etablieren sich neue Mitspieler am Markt. Vermehrt bieten Unternehmen aus dem nicht-technologischen Sektor managed Cloud-Services an, indem sie freie Kapazitäten für die Bereitstellung von Cloud-Services nutzen und sich damit eine zusätzliche Einnahmequelle erschließen. Grundvoraussetzung sind hochvirtualisierte, fabric-basierte Netzwerktopologien, um die Service Level Agreements (SLAs) hinsichtlich Verlässlichkeit und Performance den Kunden gegenüber erfüllen zu können. Wer nur das schnelle Geld sieht, wird sich bei Nichterfüllung der SLAs Regressforderungen gegenüber sehen.

Der Commodity-Trend in der IT wird sich 2012 fortsetzen. Die zunehmende Server-Virtualisierung verdeutlicht, dass Hardware nur mehr eine untergeordnete Rolle spielt. Virtualisierte oder gehostete Umgebungen sind im Kommen, während der firmeneigene PC-Bestand immer weiter abnimmt. Hand in Hand mit diesem Trend geht die Entwicklung hin zu umfassenden Datacenter-Fabrics. Diese Datacenter der nächsten Generation verbinden SAN- und LAN-Umgebungen durchgehend und unterbrechungsfrei und sind so die optimale Plattform für Cloud, Virtualisierung und Big Data. Da das Netzwerk mittlerweile als Herzstück der modernen Geschäftswelt anzusehen ist, werden leistungsfähige, flexible Fabrics in Zukunft unerlässlich sein.

Frank Kölmel ist Regional Sales Director bei Brocade