Canon: Pixma Pro-1 – A3+-Fotodrucker mit 12 Tinten

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Das neue Flaggschiff der Fotodrucker von Canon sollte seit November lieferbar sein. Bislang sind jedoch nur wenige Exemplare in Deutschland gelandet. Ein Blick auf eines der ersten Geräte in Deutschland zeigt: Das Warten wird sich lohnen.

Der Canon Pixma Pro-1 druckt mit pigmentierten Tinten und erfüllt damit schon einmal die Grund-Voraussetzung für sammlertaugliche digitale Fotodrucke. Randloser Druck, Druck auf dicke FineArt-Medien und auch CD-Druck gehören bei dieser Geräteklasse zum Standard. Unter der Haube bietet das Gerät zusätzlich reichlich HighTech: So kalibriert der Drucker während des Druckens die Tröpfchengröße, um gleichmäßige Farbwerte und Farbdichte zu gewährleisten. Darüber hinaus kann er mit sehr goßen, hochauflösenden Druckdaten umgehen und unterstützt den Druck von Daten mit 16 Bit Farbtiefe.
Die Druckauflösung von 4.800×2.400 dpi ist zwar geringer, als bei den Consumer-Geräten von Canon, für erstklassigen Fotodruck jedoch mehr als ausreichend. Die Verbindung zum PC wird via USB oder Netzwerk-Schnittstelle hergestellt.

Das Warten wird sich lohnen

Nach den ersten Pixma Pro-Modellen ist der Pro-1 ein großer Schritt. Das Gerät bietet die meisten Farben der aktuellen A3+-Fotodrucker, nämlich 12. Dabei arbeitet es mit drei Grau-Tinten – auch eine neue Bestmarke in diesem Segment. Als nächstes bietet der Drucker die größten Tintentanks, mit einem Volumen von 36 ml. Und als ob das nicht schon genügend Rekorde wären, arbeiten in dem Pixma die schwarzen Tinten für mattes und glänzendes Papier parallel. Anders als bei vergleichbaren Druckern von Epson, ist also kein zeitraubender Tintenwechsel nötig. Ein erster Blick im Testlabor zeigt, dass der Drucker in der Praxis zu halten scheint, was der Hersteller verspricht.
Leider hat Canon die von kleineren Geräten bekannten und lästigen verfrühten Aufforderungen zum Tintenwechsel auch bei diesem Gerät beibehalten. Dies wäre bei einem Schlauchsystem wahrscheinlich zur Tintenversorgung nicht nötig gewesen. Ebenfalls beibehalten wurde der Rand von 35 mm an den schmalen Seiten, beim Druck auf FineArt-Papiere, für den es keinen ersichtlichen Grund gibt.

Insgesamt ist der Pixma Pro-1, bei dem angekündigten Verkaufspreis von 900,- Euro, eine ernsthafte Alternative zu den aktuellen Platzhirschen am A3+-Fotodrucker-Markt.