Bitkom wird beim Fachkräftemangel konkret

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Regelmäßig weist der Bitkom auf den Mangel an IT-Spezialisten in der deutschen Wirtschaft hin. Nun wird der Branchenverband konkreter und listet 50 Unternehmen auf, bei denen 50 oder mehr Stellen unbesetzt sind, weil es an Fachleuten fehlt.

Mit der »Aktion 50 x 50« will der Bitkom konkrete Beispiele für den vielfach beschworenen Fachkräftemangel liefern. Dieser koste die deutsche Wirtschaft jedes Jahr mehr als eine Milliarde Euro Umsatz, sagte Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf, weshalb man nun zeigen wolle, »wie real und dringend der Bedarf an IT-Spezialisten« sei. Unter den 50 Firmen sind Branchenriesen wie SAP, HP, IBM, Microsoft und die Deutsche Telekom sowie große Mittelständler wie Bechtle, Computacenter, Seven Principles oder top itservices.

Die meisten freien Stellen im IT-Bereich haben dem Bitkom zufolge derzeit Siemens und Accenture – bei beiden seien mehr als 1000 IT-Jobs unbesetzt. »Große Unternehmen können im Fall der Fälle ins Ausland gehen, wo der Fachkräftemangel nicht so extrem ist. Im Mittelstand ist das Problem am drängendsten«, so Kempf.

Gesucht werden vor allem Software-Entwickler, aber auch IT-Berater, IT-Projektmanager und Vertriebler. Insgesamt gebe es 38 000 offene Stellen, doch da jeder IT-Experte in seinem Umfeld durchschnittlich 2,5 weitere Arbeitsplätze schaffe, gehe es um »ein verschenktes Beschäftigungspotential von knapp 100 000 Arbeitsplätzen«, wie Kempf erklärt.