E-Book-Markt: EU leitet Kartellverfahren gegen Verlage und Apple ein

Politik

Die Wettbewerbshüter der EU wollen untersuchen, ob Verlage unzulässige Absprachen mit Apple getroffen und damit gegen kartellrechtliche Vorschriften verstoßen haben.

Bereits im März hatte die EU-Kommission die Geschäftsräume mehrere Unternehmen durchsucht, um mögliche Wettbewerbsverstöße auf dem Markt für E-Books zu entdecken. Nun hat man ein formelles Prüfverfahren eingeleitet, um zu ermitteln, ob zwischen Verlagen und Apple rechtswidrige Vereinbarungen getroffen wurden oder der Wettbewerb auf andere Weise beschränkt wurde. Auch die Verträge, die die Verlage mit Einzelhändlern geschlossen haben, kommen auf den Prüfstand.

Zu den fünf betroffenen Verlagen zählt auch die deutsche Verlagsgruppe Holtzbrinck. Bei den anderen Verlagen handelt es sich um Hachette Livre aus Frankreich, Penguin aus Großbritannien und die US-Verlage Harper Collins und Simon & Schuster.

Die Einleitung eines Kartellverfahrens bedeute, dass der Fall vorrangig behandelt werde, so die EU-Kommission, nicht jedoch dass es tatsächlich einen Verstoß gegeben habe. Die Dauer der Untersuchung hänge davon ab, wie komplex sich der Fall gestaltet und inwieweit die Unternehmen mit der Kommission zusammenarbeiten.

(Quelle kleines Bild oben: vaso – Fotolia.com)