SAP übernimmt SuccessFactors für Milliardenbetrag

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Der US-Ableger des deutschen Softwarekonzerns hat von der Zentrale grünes Licht bekommen, um 3,4 Milliarden Dollar in bar für den amerikanischen Cloud-Provider auf den Tisch zu blättern.

Am Wochenende wurde der Kauf von SuccessFactors bekannt. Der Spezialprovider hilft US-Firmen bei der Verwaltung ihres Personals und betreibt zu diesem Zweck eine große, gut gesicherte Cloud.

SAP will mit dieser zweitgrößten Firmenübernahme seiner Geschichte vor allem die eigene Cloud-Strategie voranbringen und von SuccessFactors einiges über das Geschäft mit Cloud-Apps lernen. Daher bleibe dessen Gründer und CEO Lars Dalgaard auch an Bord und darf für SAP den gesamten Bereich Cloud Computing leiten. Das soll vom bisherigen SuccessFactors-Hauptquartier in San Mateo, Kalifornien, aus passieren.

Die Übernahme bedarf noch der Zustimmung der Kartellbehörden, was relativ wahrscheinlich sein dürfte. Abgeschlossen werden könne die Eingliederung im ersten Quartal 2012. An der Firmenstruktur des US-Providers mit seinen 1.450 Angestellten solle nichts verändert werden.

»SAP teilt unsere Cloud-Vision und erkennt ebenfalls die großartigen Möglichkeiten«, kommentiert Dalgaard in einer Telefonkonferenz seine Entscheidung. Obwohl er schon zehn Jahre im Thema sei, habe die Cloud-Industrie gerade erst angefangen, die Möglichkeiten zu entdecken.

SAP betonte, dass die SuccessFactors-Produlte die SAP-HCM-Bemühungen und  die »Business ByDesign Cloud Suite« hochgradig ergänzen würden. »Die Cloud ist der Kern für SAPs Zukunft. Mit dem Team und der Technologie aus den USA können wir zu einer Hausnummer im Cloud-Markt werden«, hofft Co-CEO Bill McDermott.
In der Tat können die SuccessFactors-Zahlen beeindrucken: 15 Millionen bezahlte Cloud-Abonnements, 3.500 Firmenkunden in 168 Ländern und jüngst eine 77-prozentige Steigerung der Umsätze lockten die Deutschen an.