Oracle: HP hat den Plan, Léo Apotheker einzustellen, bewusst verschwiegen

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Im Streit um den Support für Intels Itanium-Plattform wirft Oracle nun HP vor, die Einstellung von Léo Apotheker als neuen Chef verschwiegen zu haben, um eine Einigung über den Wechsel dessen Vorgängers Mark Hurd zu Oracle zu erreichen.

Mark Hurd musste im vergangenen Sommer bei HP abtreten und wechselte anschließend zu Oracle, was die Beziehungen der beiden Unternehmen erheblich belastete. Zwar versöhnte man sich anschließend wieder und wollte auch weiter zusammenarbeiten, doch diese Vereinbarungen seien nur durch Tricksereien von HP zustande gekommen, behauptet nun Oracle im Streit um das Ende der Itanium-Plattform.

HP habe bewusst verschwiegen, dass Léo Apotheker und Ray Lane als CEO und Chairman angeheuert werden sollten, so Oracle. »Angesichts der gut dokumentierten Animositäten zwischen Oracle und den Herren Apotheker und Lane wusste HP, dass Oracle die Hurd-Vereinbarung nicht unterzeichnet hätte im Wissen, dass es Pläne gab, diese beiden Personen einzustellen«, heißt es laut All Things D in Dokumenten, die Oracle bei Gericht eingereicht hat. Ganz besonders hätte man sich auf keine Partnerschaften oder sonstige Verpflichtungen eingelassen. HP hätte die Pflicht gehabt, Informationen zu diesen wichtigen Personalien kund zu tun, habe sich aber entschieden, sie zurückzuhalten.