Mobilgerätemanagement-Software für Unternehmen integriert volle Android-Security

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Die neue Version 4.5 des Produkts MobileIron integriert nun auch Mobilitätslösungen von Cisco und Samsung. Eingebunden werden VPN-Tools, Verschlüsselung, Datenschutz, Kollaborationspodukte oder Exchange-Kontenkonfiguration.

»MobileIron integriert Mobilitäts-Lösungen von Samsung und Cisco«, fasst die Unternehmensmeldung zum Thema sich kurz in ihrer Überschrift. Etwas genauer heißt dies, das seit einiger Zeit schon existierende Enterprise-Management-Tool für Einbindung mobiler Geräte ins Unternehmensnetz nutzt jetzt die volle Bandbreite erhältlicher Security-Angebote auch für Android-Geräte.

So wird Ciscos »AnyConnect« für verschlüsselte VPN-Verbindungen ins Firmennetz genutzt, Ciscos Collaboration-Plattform Cius wird ebenfalls unterstützt. Damit könnten IT-Abteilungen »die Collaboration-Plattform auf ihren Android-Geräten einfach integrieren, um Sicherheitssysteme, E-Mail-Zugang und Verteilung von Apps zu vereinheitlichen«, bewirbt der Hersteller die Neuerungen.

MobileIron, will mit seiner Version 4.5 bereits Android 4.0 und dessen Enterprise-Funktionen unterstützen, Daten bei der Speicherung verschlüsseln und Kryptierungsregeln für Samsungs Galaxy-Geräte vorgeben können. Neu sei auch die Konfiguration von Exchange-Konten mit Zertifikaten auf den Samsung-Geräten.

In einem zentralen Dashboard werden alle Mobilgeräte erfasst und ihre Nutzung ausgewertet:

Mit einem MobileIron-Client für alle Android-Systeme ließe sich das Deployment vereinfachen, da nur ein einziger Client für alle Android-Geräte verwendet würde. MobileIron will auch für die Sicherheit des Unternehmensnetzes sorgen, indem es Änderungen an den Geräten entdeckt: Sobald ein nutze auf seinem Gerät die Administratorrechte ändere, werde dies an den System-Admin gemeldet – so leicht kann sich der Nutzer den Firmen-Policies nicht entziehen.

Die schon von anderen Anbietern bekannten Security-Funktionen wie Hardware-Lockdown bei Diebstahl kann hier filigran auf bestimmte Funktionen angewendet werden; so ließen sich einzeln Kamera-, Wi-Fi- und Bluetooth-Funktion von der Zentrale aus deaktivieren.

MobileIron ist Pionier des Mobilmanagements – inzwischen kommen zahlreiche andere Anbieter mit ähnlichen Lösungen auf dem Markt – erst vergangene Woche kündigte zum Beispiel Research in Motion das Produkt Mobile Fusion als Eweiterung seiner Server-Funktionen auf andere Geräte als Blackberry an. Auch der Anbieter Corisecio, der mit Windows Mobile begann, mobile Geräte in Unternehmensnetze einzugliedern und dann Blackberry hinzufügte, wird früher oder später sein Angebot auf iOS und Android erweitern (die Management-Plattform diese Anbieters beruht auf einer OpenSpource-Lösung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik).

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